STiege zum Impfzentrum Austria Center Vienna
APA/Georg Hochmuth
APA/Georg Hochmuth
Coronavirus

CoV-Impfung in Betrieben: Pläne werden konkreter

Der CoV-Impfplan für die Betriebe nimmt zunehmend Fahrt auf: Zunächst starten die großen Supermarktketten, und auch für steirische Betriebe gibt es schon konkrete Pläne für Betriebsimpfungen.

Im Juni werden pro Woche 700.000 bis 750.000 Impfdosen in Österreich erwartet – das sagte Generalmajor Andreas Pernsteiner am Donnerstag im Gespräch mit der APA, nachdem die unterschiedliche Vorgangsweise in einzelnen Bundesländern bei der weiteren CoV-Impfkampagne Fragen aufgeworfen hatte – mehr dazu in Im Juni bis zu 750.000 Impfdosen wöchentlich erwartet (news.ORF.at).

Wirtschaftskammer und IV teilen zu

Spätestens im Juni soll dann auch das Programm für größere steirische Betriebe starten. Das Land Steiermark stellt Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung Impfstoff zur Verfügung, „die dann selbstständig entscheiden, wer wann in welchem Ausmaß Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommt“, so der steirische Impfkoordinator Michael Koren.

„Gamechanger“

Für Betriebe mit vielen Außendienstmitarbeitern im Auslandseinsatz würde man sich da etwa bei Knapp Logistik ein vorgezogenes Kontingent wünschen, so Finanzvorstand Christian Grabner, „dass wir jene Mitarbeiter impfen können, die auch für uns international unterwegs sind, die unsere internationalen Projekte und Baustellen am Laufen halten. Diese rasch geimpft zu bekommen, das wäre sicher essentiell, weil es einfach für die Sicherheit unserer Mitarbeiter wichtig wäre, und wir hoffen natürlich, dass es dann rasch in weiterer Folge auch für alle Mitarbeiter Impfungen geben wird, weil das wird der Gamechanger sein, der uns hoffentlich im Privaten als auch im Beruflichen wirklich zu einer vollen Normalität zurückführen wird.“

Man habe bezüglich der Außendienstmitarbeiter von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung auch schon positive Rückmeldungen bekommen, so Grabner weiter.

Große Nachfrage

Laut Impfkoordinator Koren ist die Nachfrage nach betrieblichen Impfungen insgesamt groß: „Da haben sich einige hundert gemeldet. Das sind Unternehmen mit mehr als 50 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern, die jetzt im Laufe des Junis – voraussichtlich – die Möglichkeit bekommen, betrieblichen Impfungen zu veranstalten.“ Betriebe, die das tun, müssen sich als offizielle Impfstelle des Landes anmelden und bekommen dann auch die Kosten für das nötige medizinische Personal vom Land Steiermark erstattet.

Viele offene Fragen zu „Grünem Pass“

Auf europäischer Ebene soll der „Grüne Pass“ bis Sommer kommen. Derzeit liegt der Ball beim EU-Parlament. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will mit Österreich „Vorreiter“ sein und bereits Ende Mai den „Grünen Pass“ rechtswirksam umsetzen. Diese Geschwindigkeit stößt bei Ärztevertretern und Datenschützern auf Skepsis: Viele Fragen seien noch offen – mehr dazu in Viele offene Fragen zu „Grünem Pass“ (news.ORF.at).