Gericht

Weder Betrug noch Untreue: Bauamtsleiter freigesprochen

Ein ehemaliger Bauamtsleiter einer steirischen Gemeinde ist am Dienstag in Graz von den Vorwürfen des schweren Betrugs und der Untreue freigesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, Scheinrechnungen ausgestellt und selbst kassiert zu haben.

Seit Ende April stand der frühere Bauamtsleiter vor Gericht, er hatte immer seine Unschuld beteuert; auch sein Verteidiger hatte von Anfang an von „reinen Mutmaßungen“ gesprochen, außerdem seien die Rechnungen vom Land immer überprüft worden – mehr dazu in Scheinrechnungen: Ex-Amtsleiter angeklagt (30.4.2021).

Anschuldigungen eher vage

Die Aussagen des Gemeindekassiers, der gemeint hatte, es könne etwas nicht stimmen, erwiesen sich als eher vage. Seitens des Gemeinderats war Anzeige erstattet worden, allerdings konnte nicht eine einzige Rechnung vorgelegt werden, die nicht in Ordnung war. Beide Bürgermeister, die in der Amtszeit des Angeklagten tätig waren, sind bereits verstorben und konnten nicht zu den Vorfällen befragt werden; auch ein mutmaßlicher Komplize bei einer Baufirma lebt nicht mehr.

Nach mehreren Verhandlungstagen und zahlreichen Zeugen wurde der Angeklagte freigesprochen, der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig.