„Nudging-Tool“ Tempelhüpfen
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Lifestyle

„Nudging“ für mehr Bewegung in der Arbeit

Den inneren Schweinehund zu überwinden, fällt nicht immer leicht. Sogenannte Nudging-Tools bieten Anreiz, um mehr Bewegung in den Berufs-Alltag zu bringen. Am Dienstag wurden einige dieser Bewegungs-Tools in Graz vorgestellt.

„Nudging bedeutet eigentlich ‚Anstupsen‘, das heißt mit Geräten, mit Gamification versucht man, Leute in eine Richtung anzustupsen. Bei uns geht es um das Thema Bewegung, das heißt wir haben Geräte – sogenannte Nudging-Tools“, erklärt Arne Öhlknecht vom steirischen Betriebssportverband.

Veranstaltungstipp:

Am Mittwoch und Donnerstag kann man die „Nudging-Tools“ noch im Grazer Joanneumsviertel ausprobieren

Mit Tempelhüpfen zurück in die Kindheit

Unter diesen „Nudging-Tools“ ist etwa das klassische Tempelhüpfen, das viele an die Kindheit erinnere, so Öhlknecht: „Der österreichische Betriebssportverband hat das nachgestellt und für Unternehmen so eine Folie entwickelt, die man dann im Unternehmen auflegt.“

Nudging
Steirischer Betriebssportverband

Florian Ram vom österreichischen Betriebssportverband erklärt, wie das Tempelhüpfen funktioniert: „Klassisch ist es natürlich so, dass du auf zwei Beinen, dann auf einem Bein, wieder zwei Beinen und dann wieder auf einem Bein hüpfst, dich dann bei der 12 drehst und retour hüpfst.“ Es gebe aber keine fixe Anleitung, und die Tools würden auch in den Firmen unterschiedlich genutzt werden, so Ram.

Aber, egal ob sportlich oder nicht, diese „Nudging-Tools“ sind für jedermann, betont Ram: „Egal, welcher Lebensstil gepflegt wird, ob man sich in seiner Privatzeit viel oder wenig bewegt, bei den Tools hat man immer ein Erfolgserlebnis, und das ist uns wichtig.“

Traubenzucker als Belohnung

Auch ein Automat, der mit Traubenzucker gefüllt ist, ist Teil der Ausstellung im Joanneumsviertel – was es mit diesem „Nudging-Tool“ auf sich hat, erklärt Michael Öhlknecht: „Es geht darum, dass man von der Kamera erfasst wird, bis das grüne Licht kommt – das sind dann so in etwa 20 bis 120 Kniebeugen. Und als Belohnung bekommt man dann einen Traubenzucker, damit man den Glykogenspeicher wieder auffüllen kann.“

Nudging
Steirischer Betriebssportverband

Die Bewegungsexpertin Natascha Dockal verrät noch Tipps, um Bewegung und Sport im Alltag zu integrieren: „Gut ist es, wenn man Stiegen steigt statt Aufzug, und wenn man in der Früh schon ein bisserl Bewegung macht, nach dem Aufstehen.“