La Strada eröffnet mit Signal am Dachstein
APA/LA STRADA/SUSANNE POSEGGA
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Politik

„Signal am Dachstein“ laut Land OÖ nicht genehmigt

Die Auftaktveranstaltung des „La Strada“-Festivals auf dem oö. Gebiet des Dachstein hatte laut oö. LH-Stv. Haimbuchner (FPÖ) keine Genehmigung von der Naturschutzbehörde. Die Veranstalter sagten, der Bescheid habe sie nicht rechtzeitig erreicht.

Die eröffnende „Landschaftsoper“ auf dem Dachstein war eine Raumklang-Installation in Koproduktion mit dem niederländischen Künstlerduo Strijbos & Van Rijswijk, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinandersetzt. Für die Umsetzung zeichnen das „La Strada“-Festival mit dem europäischen Netzwerk In Situ und dem Festival der Regionen Oberösterreich verantwortlich – mehr dazu in La Strada mit „Signal am Dachstein“ eröffnet.

Haimbuchner: Bärendienst für Natur

„Die Veranstalter, die mit ihrer Aktion auf die Gletscherschmelze aufmerksam machen wollten, haben der Natur damit einen Bärendienst erwiesen, indem sie sich über das Gesetz stellten und dabei gleichzeitig die Gefährdung und Zerstörung von Natur- und Pflanzenwelt in Kauf genommen haben“, meinte Haimbuchner in einer Aussendung am Montag. Den Betreibern würde eine Strafe von bis zu 35.000 Euro drohen.

Veranstalter: Wurden überrumpelt

Die Organisatoren sind von dem negativen Bescheid laut eigenen Angaben überrumpelt worden. Das Festivalteam sei sehr früh in Kontakt mit den Naturschutzbehörden getreten. Diese hätten ein Expertenscreening eingefordert, welches keine Einschränkungen bezogen auf Flora und Fauna festgestellt habe.

„Wir können nicht nachvollziehen, warum das Screening keine Entscheidungsgrundlage für die Behörde war. Der eigentliche Bescheid hat uns nicht mehr erreicht“, so Diana Brus vom La Strada-Festival. „Wir werden dazu stehen“, so Brus weiter, aber die rund 250 angemeldeten Besucher hätten am Gletscher nur das gemacht, was man dort sowieso mache, nämlich einen bestehenden Wanderweg zu begehen.

Entlang dieses Weges sei eine „subtile“ Klanginstallation vorbereitet gewesen und Sopranistinnen hätten durch eine Art Megafon gesungen. „Uns zu unterstellen, dass wir das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollten, getan haben, ist extrem schade“, so Brus.

Kooperationspartner der Veranstaltung war das „Festival der Regionen Oberösterreich“. Die Verantwortlichen sind laut eigenen Angaben aber nicht für den operativen Teil zuständig: „Mit der Umsetzung des bzw. den Ansuchen von Genehmigungen für das Projekt Signal am Dachstein hatte das Festival der Regionen laut Kooperationsvertrag nichts zu tun.“