Holländische Fans in Spielberg
APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC
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Sport

Formel 1 in Spielberg: Erwartungen übertroffen

Das zweite Formel 1-Gastspiel auf dem Red Bull-Ring in Spielberg innerhalb einer Woche hat alle Erwartungen übertroffen: Insgesamt wurden 132.000 Zuschauer gezählt, rund 30.000 mehr als ursprünglich erwartet.

Wie schon am vergangenen Wochenende feierte Max Verstappen beim Großen Preis von Österreich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg – mehr dazu in Formel 1: Max Verstappen gewinnt erneut in Spielberg und in Verstappen rast zu Spielberg-Double (sport.ORF.at)

Verstappen holt Spielberg-Double

Max Verstappen hat auch den zweiten Österreich-Grand-Prix gewonnen. Der Red-Bull-Pilot setzt sich auf dem „Heimring“ vor Valtteri Bottas und Lando Norris durch.

Vor allem tausende Holländer feierten diesen Sieg an der Rennstrecke mit – mehr dazu in Formel 1: Festivalstimmung auf den Campingplätzen –, und der Zuspruch lag deutlich über den Erwartungen: So viele Menschen bei einer Veranstaltung hat es in Österreich seit dem Frühjahr 2020 vor dem ersten Lockdown und vor der CoV-Pandemie nicht mehr gegeben. Zum Vergleich: Rekord bei einem F1-Wochenende in der Steiermark ist das Jahr 2014, als 220.000 Menschen nach Spielberg geströmt waren; „Tiefpunkt“ waren 85.000 Fans im Jahr 2016.

„Das richtige Signal zur richtigen Zeit“

Zu den Zuschauerinnen und Zuschauern zählten seitens der Politik auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Sportlandesrat Christopher Drexler (alle ÖVP). Köstinger zeigte sich zufrieden: „Es ist ein echter Feiertag und das richtige Signal zur richtigen Zeit. Wie haben die Pandemie nun soweit im Griff, damit wieder Tausende Gäste kommen können. Das gibt uns Zuversicht und Optimismus.“ Das grüne Herz die Steiermark schlage wieder kräftig: „Der Tourismus hat das Comeback geschafft“, sagte die steirische Tourismuslandesrätin Eibinger-Miedl (ÖVP).

„Das grüne Herz um ein oranges Meer bereichert“

In das selbe Horn stieß Sportlandesrat Christopher Drexler (ÖVP): „Wir freuen uns, dass nun der Grand Prix von Österreich einen Benchmark für die Welt gesetzt hat. Schon das Warm-up vor einer Woche hat bewiesen, dass es funktioniert. Es ist ein glücklicher Tag für die Steiermark und Österreich.“ Besonders beeindruckt war Drexler von den Holländern, die „das grüne Herz um ein oranges Meer bereichert“ hätten.

Holländische Fans
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„Es war begeisternd“

Auch der Geschäftsführer des Red Bull-Ringes, Erich Wolf, ist zufrieden. Im APA-Gespräch meinte er: „Mein Eindruck, was die Organisation und die Fans betrifft, ist ein hervorragender. Ich war am letzten Sonntag nochmals im Fan-Village. Es ist ein derart engagiertes, aber auch friedliches Publikum, es war begeisternd.“

In der Region Murtal freut man sich über 80.000 Nächtigungen: „Wir haben in der Region jetzt eine Wertschöpfung von geschätzten 27 Millionen Euro, wenn man es steiermarkweit betrachtet sind wir auf rund 37 Millionen Euro, was ja mit einer Studie des Landes belegt ist, und ich glaube, dass die Zahl mit dem Wiederkommen der Gäste noch viel höher sein wird“, sagt Michael Ranzmaier-Hausleitner vom Tourismusverband Spielberg.

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Max Verstappen
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Max Verstappen
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Max Verstappen
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Formel 1 in Spielberg: Start
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Max Verstappen
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Holländische Fans in Spielberg
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Holländische Fans
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Max Verstappen
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Holländische Fans
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Max Verstappen während des Qualifyings am Red Bull-Ring in Spielberg.
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Formel 1-Fans in Spielberg
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Formel 1-Fans in Spielberg
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Max Verstappen am Red Bull-Ring
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Zustrom zum Red Bull-Ring
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Fans besichtigen die Boxengasse
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Formel 1-Fans auf Boxentour
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Mechaniker in der Box
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Mercedes-Mechaniker
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Fans auf Besichtigungstour
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Ein erster Zuschauer auf der Tribüne
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Zufahrt zum Red Bull-Ring
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Die ersten Zuschauer sind bereits da
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Campingplatz in Spielberg
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Holländische Fans
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Campingplatz in Spielberg
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Campingplatz in Spielberg
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Campingplatz in Spielberg
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Die meisten der Besucher waren geimpft, genesen oder getestet angereist, mehrere Tausend Fans nutzen aber auch die kostenpflichtigen CoV-Tests auf den Parkplätzen – damit konnte die 3-G-Regel von allen erfüllt werden.

„Alles Menschenmögliche gemacht“

Zwar sei eine solche Großveranstaltung in Pandemiezeiten eine Gratwanderung, „aber da ist über die Jahre ein unheimliches Vertrauen zu den Behörden aufgebaut worden. Das beruht auf Ehrlichkeit und darauf, dass alle Vorgaben peinlichst genau erfüllt werden. Auf der anderer Seite will man Publikum am Gelände haben, muss also immer abwägen, vor allem unmittelbar nach einer Lockerung, wo die Leute in Partylaune und Feststimmung sind. Es ist nicht immer leicht, will man Cluster verhindern. Es ist sogar fast unmöglich, aber wir machen alles Menschenmögliche, um sowas zu verhindern“, so Wolf.

In der Region hofft nun jeder, dass es durch das wilde Nachtleben in den vergangenen Tagen keine Corona-Nachwehen gibt, damit auch die MotoGP im August vor vollem Haus stattfinden kann.