Covid Spritze aufziehen
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Coronavirus

Impfen ohne Termin erst am 17. Juli

In Tirol und in Wien hat es am Wochenende Impfaktionen gegen das Coronavirus ohne Anmeldungen gegeben, und der Andrang war groß. In der Steiermark ist das Impfen ohne Termin dennoch erst am 17. Juli möglich.

16.000 Impfdosen standen am Sonntag in Tirol für Spontanentschlossene bereit, und mehr als 13.000 Impfungen wurden dabei gesetzt – mehr dazu in 13.000 Impfungen – Aktion wird wiederholt (tirol.ORF.at).

Nun planen mehrere Bundesländer derartige niederschwellige Angebote – mehr dazu in Mehrere Länder planen Impfung ohne Termin (news.ORF.at) –, die Steiermark etwa zahlreiche Sonder-CoV-Impfaktionen wie einen „Stich-Tag“ in drei steirischen Einkaufszentren – mehr dazu in „Stich-Tag“ in Shoppingcentern geplant – oder eben auch einen Impftag wie jenen in Tirol, der aber erst am 17. Juli stattfindet.

Kurzfristiger nicht möglich

Kurzfristiger sei eine solche Aktion nicht möglich, erklärt der steirische Impfkoordinator Michael Koren: „Kurzfristig ist in 14 Tagen. Die Impfstraßen für diese Woche sind ausgebucht – wir haben steiermarkweit 80.000 Impfungen vor. Und der 17. Juli war der erste mögliche Termin, wo wir gesagt haben: Da sind Kapazitäten auf den Straßen frei, da können wir das machen.“

In der Zwischenzeit haben die Steirerinnen und Steirer die Möglichkeit, sich bei über 50 niedergelassenen Ärzten spontan – also auch ohne Anmeldung – impfen zu lassen. Dafür steht – wie auch bei der geplanten Aktion am 17. Juli – der Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung.

Vermutungen, warum Tiroler Aktion so gut ankam

Warum die Tiroler Aktion so gut angenommen wurde, darüber gibt es einige starke Vermutungen: So kamen sehr viele Menschen, die etwa ihre geplante Zweitimpfung am eigentlichen angebotenen Termin nicht schaffen. Impfkoordinator Koren schätzt das so ein: „Es war nicht nur für mich, es war auch für Tirol überraschend – die haben nicht gedacht, dass es so gut angenommen wird. Und sie haben ähnliche Begründungen: Es sind Leute, die auf Urlaub sind, denen es auch vielleicht mühsam war, sich anzumelden und jetzt aber der Meinung sind, na mach’ ma doch – wir wollen uns impfen lassen.“ Auch könnte die Sorge vor der neuen Delta-Variante eine Rolle spielen.

Testkapazitäten werden zurückgefahren

Seit den Öffnungsschritten ist das CoV-Testangebot in der Steiermark nach und nach ausgeweitet worden. Weil aber immer mehr Menschen geimpft sind und somit keine Zutrittstests mehr brauchen, werden die Kapazitäten nun deutlich zurückgefahren – mehr dazu in Land fährt Testkapazitäten zurück.