Therme Bad Waltersdorf Abstand
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Coronavirus

Thermenregion setzt auf Besucherlimits

Der Herbst ist da und mit ihm die Thermensaison. Um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen, setzen viele Betriebe im steirischen Thermen- und Vulkanland jetzt auf Besucherlimits – freiwillig, denn eine Quadratmeterbeschränkung gibt es nicht.

Wo sonst Platz für bis zu 900 Gäste wäre, dürfen jetzt maximal 600 gleichzeitig hinein: In der Heiltherme Bad Waltersdorf hat man die Zahl der möglichen Besucher um ein Drittel heruntergesetzt. Ihr Geschäftsführer Gernot Deutsch, auch Sprecher des Thermen- und Vulkanlands, betont, zahlreiche Betriebe in der Region hätten sich für die Gästelimits entschieden.

Gästewünsche, Sicherheit und fehlende Mitarbeiter

Die drei Hauptgründe: „Erstens einmal geht es um die Gästewünsche. Eine positive Auswirkung der Pandemiezeit war es, dass man mehr Platz hat, mehr Abstand hat. Der zweite Grund sind ganz klar Sicherheit und Gesundheit im Allgemeinen. Denn dadurch minimieren wir das Risiko als Thermen“, so Deutsch.

Fernab vom Risikoherd Covid-19 gibt es noch einen dritten Grund für die Gästebeschränkungen – fehlende Mitarbeiter: „Wir haben derzeit das erfreuliche Thema, dass wir weit mehr Gäste bei uns haben als erwartet. Dementsprechend hätten wir noch weitere Mitarbeiter nötig, um alle Gästewünsche abarbeiten zu können.“

Beschränkungen auch wirtschaftlich möglich

Und diese Wünsche werden laut Gernot Deutsch immer umfangreicher: „Momentan sehen wir, dass die Gäste länger bleiben in der Aufenthaltszeit und deutlich mehr ausgeben: Wir sehen den Wunsch nach mehr Essen, mehr Trinken, mehr Massagen, mehr Kosmetik-Dienstleistungen.“ Dementsprechend sei die freiwillige Beschränkung der Gästeanzahl auch wirtschaftlich möglich – und eventuell ein Konzept für die Zukunft.