„Waggon Tracker“
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Verkehr

Europäischer Bahnpreis für Grazer „Waggon Tracker“

Für sein innovatives „Waggon Tracker“-System ist das Grazer Unternehmen PJM in Lille mit dem Europäischen Bahnpreis ausgezeichnet worden. Mit dem System werden die Abläufe im Güterverkehr automatisiert und sicherer gemacht.

Der „WaggonTracker“ ist eine unscheinbare schwarze Box, in der aber ganz viel technisches Know-How steckt. Er wird auf jeden Güterwaggon montiert und liefert dann wichtige Informationen: „Ist das Bremssystem in Ordnung, gibt es einen unruhigen Fahrzeuglauf, ist das Fahrzeug für die nächste Revision fällig, oder darf es noch weiter verkehren“, sagt PJM-Geschäftsführer Martin Joch.

Abläufe werden digitalisiert und automatisiert

Bislang musste die technische Überprüfung der Güterzüge vor jeder Fahrt händisch gemacht werden – eine anstrengende und teilweise gefährliche Arbeit. Dank der Grazer Innovation werden nun Abläufe – etwa die Bremsprobe – automatisiert und digitalisiert. Auch bei der Beladung hilft der „WaggonTracker“, so Joch: „Wir können damit auch überprüfen, ob die Ladung richtig platziert ist, ob der Schwerpunkt der Ladung an der richtigen Position ist, ist der Wagen nicht überladen und ist er auch nicht unterladen.“

Auch wichtiger Beitrag für den Klimaschutz

Für PJM ist die europäische Auszeichnung – vergeben von den internationalen Mobilitätsclustern – ein Ansporn für die Zukunft: 2.300 Waggons wurden in ganz Europa bereits ausgestattet, viele weitere sollen folgen. Das System trägt dazu bei, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und liefert somit einen Beitrag für den Klimaschutz.

Europäischer Bahnpreis für Grazer „Waggon Tracker“

Für sein innovatives „Waggon Tracker“-System für Güterzüge ist das Grazer Unternehmen PJM in Lille mit dem Europäischen Bahnpreis ausgezeichnet worden. Mit dem System werden die Abläufe im Güterverkehr automatisiert und sicherer gemacht.

PJM ist auch ein wichtiger Partner für den steirischen Mobilitätscluster: „Natürlich hat die Bahnindustrie für die Steiermark eine ganz besondere Bedeutung: Wir haben mehr als 50 Unternehmen und 3.000 Mitarbeiter, die im Bahnbereich tätig sind“, sagt ACstyria Geschäftsführerin Christa Zengerer.