Schlüssel steckt im Schloß einer Eingangstür
ORF.at/Christian Öser
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Wirtschaft

Wohnungen außerhalb von Graz gefragter

Die CoV-Pandemie dürfte auch Auswirkungen auf die Wohnbedürfnisse der Steirerinnen und Steirer haben: Eine aktuelle Studie zeigt, dass zuletzt kleinere Wohnungen gefragt waren – und vermehrt außerhalb von Graz gesucht wird.

Die Wirtschaftskammer hat gemeinsam mit der Exploreal GmbH erhoben, wie die Menschen in der Steiermark derzeit leben möchten. Dabei gebe es drei Entwicklungen, so der Obmann der Sparte Immobilien in der Wirtschaftskammer, Gerald Gollenz: „Die Nachfrage nach kleineren Wohnungen ist gewachsen, die Projekte sind, was die Summe betrifft, etwas kleiner, und es gibt eine höhere Nachfrage außerhalb von Graz.“

Schneller in der Natur sein

Das zeige sich seit Beginn der Pandemie und werde einmal mehr bestätigt. Die Sehnsucht nach mehr Platz und Ruhe im Grünen steige, die Menschen wollen mehr Freiflächen und schneller in der Natur sein, so Gollenz. Trotzdem werde nach wie vor in Graz am meisten gebaut: „Wir werden im Jahr 2022 in etwa 6.500 Wohnungen fertigstellen – ein bisschen mehr als die Hälfte davon allein in Graz, der Rest in den Regionen.“

Die Fläche einer Durchschnittswohnung liegt derzeit bei 63 Quadratmetern, das sind um drei weniger als noch vor zwei Jahren. Die Preise sind in den vergangenen Monaten laut Gollenz stabil geblieben und liegen im österreichweiten Vergleich im Mittelfeld.

Viele Anlegerwohnungen im Bau

Derzeit werden viele Anlegerwohnungen gebaut – Gollenz bestätigt, dass Wohnraum zur Wertanlage für Reiche geworden sei. „Betongold“ werde nachgefragt, aber dass dadurch tausende Wohnungen in Graz leer stehen würden, weist der Immobilien-Experte entschieden zurück.