AT&S
APA/PETER KOLB
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Wirtschaft

AT&S: Neues China-Werk sorgt für Umsatzsprung

Ein neues Werk in China und eine gute Nachfrage haben beim steirischen Leiterplattenhersteller AT&S nach drei Quartalen für ein kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus gesorgt. Für das Gesamtjahr wird nun ein Wachstum von 28 bis 30 Prozent erwartet.

Der Konzernumsatz stieg in den ersten drei Quartalen 2021/22 um 30 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) legte ebenfalls um 30 Prozent auf 244 Mio. Euro zu. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 68 Prozent auf 62 Mio. Euro.

Ausblick angehoben

Nach diesen Zahlen hob AT&S die Prognose für das Gesamtjahr erneut an: Beim Umsatz geht das Unternehmen nun von einem Wachstum von 28 bis 30 Prozent aus statt bisher 21 bis 23 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge werde weiterhin voraussichtlich zwischen 21 bis 23 Prozent liegen, wobei Anlaufkosten der neuen Werke in Chongqing sowie in Kulim von etwa 25 bis 35 Mio. Euro nicht beinhaltet seien, teilte AT&S am Donnerstag mit. Im Geschäftsjahr 2025/26 will der Leiterplattenhersteller einen Umsatz von rund 3,5 Mrd. Euro erzielen.

Trotz Halbleiter-Engpass Automotive-Umsatzplus

Die zusätzlichen Kapazitäten in China im Werk in Chongqing für sogenannte ABF Substrate seien in den ersten drei Quartalen der größte Treiber für das Wachstum gewesen, schreibt die Firma im Quartalsbericht. Darüber hinaus hätten auch das verbreiterte Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten sowie die Modul Leiterplatten zum Umsatzwachstum beigetragen. Trotz des Engpasses bei Halbleitern sei der Umsatz auch im Bereich Automotive gestiegen, wenn auch nicht mit der Dynamik, die ohne diese Einschränkung möglich wäre, räumte AT&S ein.

Bis zu 700 Mio. Euro werden investiert

Das Unternehmen plant für neue Kapazitäten und Technologien im laufenden Geschäftsjahr ein Investitionsvolumen von bis zu 700 Mio. Euro. „Die weiterhin anhaltend starke Nachfrage bei IC Substraten bietet auch mittelfristig signifikante Wachstumsmöglichkeiten“, heißt es laut Mitteilung. Bei den mobilen Endgeräten bleibe der neue Mobilfunkstandard 5G ein Wachstumstreiber. Im Bereich Automotive erwartet AT&S trotz der Halbleiterknappheit weiter eine positive Entwicklung. Getrieben vom 5G-Infrastruktur-Roll out werde sich der Bereich Industrial auch im kommenden Jahr positiv entwickeln. Im Bereich Medical erwartet AT&S für das laufende Geschäftsjahr eine positive Entwicklung.

AT&S beschäftigt inklusive Leihpersonal weltweit fast 13.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in Österreich (Leoben, Fehring), Indien, China und Korea.