LKH Bad Aussee
APA/BARBARA GINDL
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Chronik

Weiter Aufregung um Chirurgie-Kürzung in Aussee

Die KAGes will die Vollchirurgie am LKH Bad Aussee in eine Fünf-Tage-Klinik mit Notaufnahme umwandeln. Die Bürgermeister des Ausseerlandes fordern nun, dass diese Neustrukturierung keine Verschlechterung bringen dürfe.

In Bad Aussee gehen die Wogen hoch, denn wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, soll die Chirurgie am LKH Bad Aussee von einer Rund-um-die-Uhr-Besetzung in eine Fünf-Tage-Klinik umgewandelt werden. Das Forum Pro LKH rief daher am Mittwoch zu einer Demonstration auf – kurz bevor die KAGes die Mitarbeiter informierte – mehr dazu in Bad Aussee: Demo gegen Kürzung der Chirurgie.

Auflagen durch Personalknappheit nicht zu erfüllen

KAGes-Vorstand Gerhard Stark und Aufsichtsrat Günter Dörflinger erklärten im Anschluss den vier Bürgermeistern des Ausseerlandes, den niedergelassenen Ärzten und Vertretern des Roten Kreuzes die Situation: Es gebe eine Personalknappheit, und die Auflagen der Betriebsbewilligung könnten nicht erfüllt werden, ohne dass sich die ärztliche Leitung einem Haftungsrisiko aussetze.

„Muss man akzeptieren“

Das müsse man akzeptieren, so der Bürgermeister von Bad Aussee, Franz Frosch (ÖVP), „weil uns nachhaltig erklärt wurde, wenn wir auf dem Bestehenden beharren, dass wir aufgrund der provisorischen Betriebsstättengenehmigung, die es gibt und aufgrund des vernichtenden Rechnungshofberichts, den es gibt – wir dadurch wesentlich größeres Leid erfahren würden“.

Weiter Aufregung um Chirurgie-Kürzung

Die KAGes will die Vollchirurgie am LKH Bad Aussee in eine Fünf-Tage-Klinik mit Notaufnahme umwandeln. Die Bürgermeister des Ausseerlandes fordern nun, dass diese Neustrukturierung keine Verschlechterung bringen dürfe.

„Es kommt zu keiner Verschlechterung“

Gemeinsam – also KAGes, das Forum Pro LKH, das am Mittwoch die Demo organisiert hatte und die Politik – wolle man an einem Strang ziehen: „Ich möchte betonen, es wurde uns versichert, dass es zu keiner Verschlechterung kommt, dass geplante Operationen genau so weiteroperiert werden können, wie sie jetzt operiert worden sind, dass über das Wochenende die Versorgung und die Erstversorgung genau so weiterbehandelt werden. Das wurde uns versichert, und das fordern wir natürlich auch ein“, so Frosch.

Die Wogen scheinen sich ein wenig geglättet zu haben. Ob es weitere Demos geben werde, liege nicht in seiner Verantwortung, so Bürgermeister Frosch – das werde vom Forum Pro LKH bestimmt.