Karl Wratschko
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Politik

Gamlitz bekommt einen neuen Bürgermeister

Einer der längst dienenden Bürgermeister der Steiermark hat am Mittwoch offiziell seinen Rücktritt bekannt gegeben: Karl Wratschko zieht sich nach 29 Jahren als Gamlitzer Ortschef zurück. Ihm folgt sein bisheriger Stellvertreter Friedrich Partl.

Er ist wohl eine der prägendensten Persönlichkeiten der Südsteiermark der letzten Jahrzehnte: Karl Wratschko ist nicht nur seit 29 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Gamlitz, er ist auch mit Leib und Seele Gastwirt und Hotelier. Das Hotel hat mittlerweile der jüngere Sohn des 69-Jährigen übernommen, den Weingarten der ältere Sohn und nun macht Karl Wratschko seinen Platz auch an der Gemeindespitze frei.

70. Geburtstag als „Termin“ ausgesucht

Den Entschluss dazu habe er schon vor fünf Jahren gefasst, sagt Wratschko, ebenso der Termin dafür: „Der Geburtstag, der am Sonntag ansteht, der sollte das sein.“ In seiner Amtszeit hat Wratschko viel in seiner Gemeinde bewirkt und auch selbst viel erlebt. Seine liebste Erinnerung sei es, „wie wir den Maibaum in Hannover aufgestellt haben im Jahr 2000 und 2012, als wir den europäischen Blumenschmuckwettbewerb gewonnen haben.“

„Bin kein Wunderwuzzi“

Auf die Frage, ob er rückwirkend gewisse Dinge anders machen würde als Bürgermeister, meinte Wratschko: „Ich bin genauso wenig Wunderwuzzi wie jeder andere. Man lernt, man lernt dazu, man würde im Nachhinein vielleicht immer wieder Projekte anders bewerten, aber im Großen und Ganzen war die Zeit schön.“

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Jetzt sei es an der Zeit, die Heimat – die Steiermark und Österreich – zu genießen, „teilweise zu Fuß, teilweise mit dem Rad“. Und da wären noch wichtige Aufgaben in der Familie, denn vor kurzem ist Karl Wratschko zum fünften Mal Großvater geworden.

Nachfolger „wird eigenen Weg gehen“

Als Gamlitzer Bürgermeister folgt Karl Wratschko Vizebürgermeister Friedrich Partl nach, der nun unter anderem den Internetausbau für ganz Gamlitz anpacken will, aber auch größere Veranstaltungen wie das Blasmusikfest stehen heuer ins Haus, wie Partl sagt. Wratschko ist jedenfalls überzeugt, dass sein Nachfolger die Aufgaben gut meistern wird: „Er hat mehr als 15 Jahre mich begleitet, hat viel Erfahrung schöpfen können und wird seinen eigenen Weg gehen“. Wratschkos Wunsch für die Gemeinde ist es, „dass die Leute zufrieden sind und dass wir ein lebenswertes Gamlitz für uns alle schaffen.“