Kulturstrategie-Konferenz
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KULTUR

Steirische Kultur auf dem Prüfstand

In der Steiermark soll in einem transparenten und für alle offenen Prozess die „Kulturstrategie 2030“ entworfen werden. Nun fand am Flughafen Thalerhof die zweite von acht Regionalkonferenzen statt, wo Ideen und Herausforderungen der Kulturszene diskutiert wurden.

Wohin geht die Reise der steirischen Kultur? Die Szene in ihrer Buntheit darstellen und in eine erfolgreiche Zukunft begleiten – das soll die „Kulturstrategie 2030“, wurde als Ziel formuliert – mehr dazu in Regionen sammeln Ideen für Kulturstrategie.

„Die Welt ein bisschen auf den Kopf stellen“

„Ziel ist eigentlich, die Welt ein bisschen auf den Kopf zu stellen, und dazu braucht man die Menschen aus der Steiermark und die Experten“, so Kulturexperter Werner Schrempf.

„Eigentlich wollen wir ein neues Kapitel in der steirischen Kulturpolitik aufschlagen, die acht Regionalkonferenzen sind ein Teil dieses Prozesses“, sagte Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP).

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550 Menschen, Kritik und Chancen

Genau genommen sind es 550 Menschen, die tagtäglich Kulturarbeit leisten und nun Ideen für die Zukunft entwickeln sollen: Kunstschaffende, Veranstalter, Institutionen, politische Vertreter und Pädagogen. Geleitet werden Diskurs und Findungsprozess von Heidrun Primas und Werner Schrempf.

„es geht ganz stark auch darum, Kritik abzuholen, zu erkenne, wie schauen die Schwierigkeiten aus, wo liegen die Chancen, wie schaut es auch aus mit der Steiermark im internationalen Kontext. Wie können die Akteure von hier aus starten und auch wieder zurückkommen, um diesen Standort zu stärken“, so Primas.

Zu wenig Vernetzung

An fünf Thementischen wurde am Thalerhof sehr konkret diskutiert und formuliert. Im Fokus standen dabei Begriffe wie Ressourcen, Vernetzung und Förderung. „Wir haben uns auf unserem Tisch sehr stark darauf konzentriert, wie man Bildung und Kultur vernetzen kann“, meinte Musikerin Lucia Froihofer.

„Es ist ganz klar rausgekommen, dass es sehr viel gibt, das Angebot ist sehr groß, aber, dass es teilweise an der Vernetzung fehlt“, so Musikschuldirektor Wolfgang Jud.

Bis Herbst sollen die neuen kulturpolitischen Leitlinien der Landesregierung vorgelegt werden. Jeder kann jetzt an diesem Prozess teilhaben und über das Internet Ideen einbringen.