Gastgarten
ORF.at/Carina Kainz
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WIRTSCHAFT

Gastro erhöht Preise wegen Teuerungswelle

Grundnahrungsmittel, Energie und Transport sind die Treiber der Inflation, und sie sorgen in immer mehr Bereichen für weitere Teuerungen im Nachzug. So verändern sich gerade auch viele Speisekarten in der Gastronomie in Richtung teurer.

In vielen Gastronomiebetrieben findet man jetzt Speisekarten mit von Hand ausgebesserten Preisen: Die Gastronomen reagieren auf die starken Preisanstiege und sparen eben auch Kosten beim Druck der oft aufwendig gestalteten Preislisten.

„Galoppierende“ Energiekosten

Man müsse eben auch die gestiegene Kosten an die Gäste weitergeben, sagt der Sprecher der Sparte Gastronomie in der Wirtschaftskammer Steiermark, Klaus Friedl.

„Wenn man schaut, wie die Energiepreise da weggaloppieren, der Strom wird teurer, die Zulieferung. Die Lieferanten verrechnen jetzt schon Gebühren für das Zustellen, weil die Treibstoffpreise sehr stark steigen. Dann einen Herd einzuschalten, Geräte, die in der Küche mit Starkstrom laufen, das Kühlen der Lebensmittel: Das sind schon große Energiekosten. Und es kommt noch dazu, dass auch die Lebensmittelpreise derzeit sehr steigen“, so Friedl.

Fünf bis zehn Prozent möglich

Zudem befürchtet man weitere Preissteigerungen: Im Großhandel wurde etwa teilweise auch Speiseöl rationiert, um Hamsterkäufe zu verhindern. Um wie viel das Glas Bier oder das Schnitzel jetzt teurer wird, lasse sich nicht genau sagen, so Friedl, „weil jeder Betrieb ja seine eigenen Kalkulationen hat“.

Aber der Sprecher der Wirte gab eine grobe Einschätzung ab: „Ich glaube, dass die Branche sich noch im heurigen Jahr zu einer Preissteigerung von zwischen fünf und zehn Prozent durchringen muss, um die laufenden Kosten abzudecken.“