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Umwelt

Immer mehr Tiere kehren zurück

Immer mehr Tiere, die hier schon vor der Ausrottung standen, kehren in die Steiermark zurück oder sind aus dem Süden neu zugewandert – letzteres ist vor allem dem Klimawandel geschuldet, betont der Naturschutzbund am Tag der Bio-Diversität.

Biber, Fischotter, Wölfe, aber auch Wildkatzen: Es sind Tierarten, die der Mensch einst vertrieben hatte und die nun langsam wieder in die Steiermark zurückkehren. Doch es gibt auch echte Zuwanderer, „wie der Goldschakal aus dem Südosten oder Arten, die sich als Opportunisten besser verbreiten können, wie die Wildschweine, die zeitweise bis in die Gebirgsregionen vordrängen“, erklärt der Präsident des Steirischen Naturschutzbundes, Johannes Gepp.

Kampf um ökologisches Gleichgewicht

Sogar ein Albatros wurde schon über der Steiermark gesehen. Nicht alle, aber doch einige dieser Veränderungen sind auf den Klimawandel zurückzuführen – vor allem Insekten kommen dadurch aus dem Süden zu uns, „wie beispielsweise die Gottesanbeterin oder die Dorffingerspinne; die hat es früher schon vor zwei-, dreihundert Jahren gegeben, aber in Einzelexemplaren und sozusagen als Sensationsfunde. Und die sind jetzt verbreitet und dringen über die Ost- und Weststeiermark in das Grazer Bergland bis in die Obersteiermark vor. Auch die Zebraspinne gehört dazu.“

Dadurch würden laut Gepp einige heimische Arten verdrängt, schlimmstenfalls sogar aussterben. Doch auch von Menschenhand veränderte oder gar zerstörte Lebensräume durch die Verwendung von Pestiziden oder die zunehmende Bodenversiegelung bringen das ökologische Gleichgewicht durcheinander und sorgen langfristig für mehr Schädlinge als Nützlinge.

„Brauchen die Natur als Verbündeten“

Daher Gepps Appell, nicht nur am heutigen Tag der Artenvielfalt: „Wir müssen Naturschutz genauso wichtig nehmen wie jetzt die Energiekrise; vielleicht auch die Nahrungsmittelkrise. Das wird in Zukunft genauso wichtig sein – wir brauchend die Natur als Verbündeten unseres Wirtschaftens, ohne sie wird es nicht gehen.“

Das Land Steiermark reagierte zuletzt mit der Schaffung neuer Schutzgebiete – dazu gehört etwa das Wildnisgebiet Lassingtal und der Biosphörenpark Unteres Murtal.