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ORF.at/Dominique Hammer
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POLITIK

Strompreisdeckel für Drexler vorstellbar

Die Rufe nach einer Deckelung der Strompreise werden in der ÖVP lauter. Nach der nö. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) redete am Montag auch der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) einer derartigen Maßnahme das Wort.

Am Wochenende hatte die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den Ruf nach einem Strompreisdeckel laut werden lassen – mehr dazu in Mikl-Leitner: „Darf keine Denkverbote geben“ (noe.ORF.at).

„Als letztes Instrument“

Am Montag sagte nun auch Landeshauptmann Drexler, er könne sich einen Strompreisdeckel vorstellen: „Einen solcher Strompreisdeckel kann ich mir vorstellen, als letztes Instrument – das heißt, wenn die Entwicklung sich weiterentwickelt in die Richtung, wie wir es jetzt gesehen haben, wird es möglicherweise einen solchen Strompreisdeckel festzulegen“, so Drexler.

Eine bestimmte Preismarke wollte Drexler hier nicht nennen – wichtig seien Gespräche mit allen Verantwortlichen: „Ich glaube wirklich, es sollte rasch Gespräche mit Bund und Ländern geben. Man muss hier natürlich auch mit der Energiewirtschaft reden, um eine Lösung zu finden, die für die Menschen in unserem Land eine vertretbare ist.“

Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Lang für Deckel

Ein direktes Einwirken – etwa auch auf die Energie Steiermark – sei nicht möglich, sagte Drexler, er sei aber gerade dabei, mit dem Vorstand auszuloten, welche Maßnahmen im jetzigen rechtlichen Rahmen möglich sind.

Landeshauptmann-Stellvetreter Anton Lang (SPÖ) fordert auch, dass die Bunderegierung dringend eingreift und einen Strompreisdeckel einzieht.

Die Regierung betrachtet die Deckelung der Strompreise allerdings weiter skeptisch: Sie sei angesichts der hohen Energiepreise nachvollziehbar, so am Sonntag Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP), der aber gleichzeitig vor den Gefahren eines nationalen Alleingangs warnte – mehr dazu in Brunner bremst bei Debatte über Preisdeckel (news.ORF.at). Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) könnte sich eine Strompreisdeckelung auf europäischer Ebene ebenfalls vorstellen – mehr dazu in Stelzer kann sich Strompreisdeckel vorstellen (ooe.ORF.at).

Kein Gas mehr durch „Nord Stream 1“

Unterdessen fiel der Durchfluss durch die Gaspipeline „Nord Stream 1“ Montagfrüh auf Null – das ging aus der Website des Betreibers hervor. Mit Sorge wird in Westeuropa die Frage gestellt, ob der russische Energiekonzern Gazprom nach dem Ende der Wartung wieder in vollem Umfang Gas nach Westen pumpen wird – mehr dazu in Kein Gas mehr durch „Nord Stream 1“ (news.ORF.at).