Elke Kahr
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Politik

Kahr: „Befürchtungen nicht eingetreten“

Vor einem Jahr ist die KPÖ bei der Grazer Gemeinderatswahl zur stärksten Partei geworden. Seit damals ist Elke Kahr Bürgermeisterin. Viele haben den Eindruck, dass sich politisch seitdem nicht allzu viel bewegt hat. Wie Kahr das sieht, beantwortet sie Chefredakteur Wolfgang Schaller im Interview.

„Da hat es ja viele Befürchtungen gegeben, dass wenn jetzt die KPÖ stärkste Partei ist, alles umgedreht wird. So gesehen ist es ja ein positives Zeichen, weil vieles was da angekündigt und an Befürchtungen ausgestreut worden ist, nicht eingetreten ist“, meint Kahr im Gespräch mit Wolfgang Schaller.

„Kann Verbesserungen erreichen“

Im Wahlkampf vor einem Jahr war die Bauwut ein großes Thema – und nach wie vor regt sich um jedes große Bauprojekt, das in Graz geplant wird, Widerstand. Ob die KPÖ zu viel versprochen hat? „Auf die Vorhaben, die schon bewilligt sind, kannst du nichts rückabwickeln, das geht nicht. Aber man kann bei neuen Vorhaben natürlich Verbesserungen erreichen – und das macht die Koalition auch“, so Kahr.

Elke Kahr im Interview mit Wolfgang Schaller

Vor einem Jahr ist die KPÖ bei der Gemeinderatswahl in Graz mit einem historischen Ergebnis zur stärksten Partei geworden. Seit damals ist Kommunistin Elke Kahr Bürgermeisterin. Wir haben Grazerinnen und Grazer gefragt, ob sie auch heute wieder die KPÖ wählen würden.

Die Sanktionen gegen Russland haben zuletzt auch den Grazer Gemeinderat beschäftigt: Die Neos brachten einen Antrag zum Thema „Grazer Bekenntnis zu Sanktionen gegen den russischen Angriffskrieg“ ein. Die zwei Regierungsparteien Grüne und SPÖ haben dafür gestimmt, nicht aber die dritte Koalitionspartei, die KPÖ: „Sanktionen beenden aus unserer Sicht den Krieg nicht. Das ist das Einzige, auf das wir auch aufmerksam machen möchten“, so Kahr – mehr dazu in Kahr: „Sanktionen beenden den Krieg nicht“ (23.9.2022).