Gericht Leoben
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Chronik

Radfahrer attackiert: Obdachloser eingewiesen

Am Landesgericht Leoben musste sich am Freitag ein 41-Jähriger verantworten: Der Obdachlose soll im Sommer in Schladming im Bezirk Liezen einen Radfahrer brutal attackiert haben. Nun soll er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden.

Am Nachmittag des 1. August war ein 60-Jähriger mit seiner Frau auf dem Ennstal-Radweg in Schladming unterwegs, als dem Paar ein Obdachloser mit einem Transportkarren entgegenkam. Laut Anklage ging der Beschuldigte plötzlich auf die Radfahrerin los – als diese um Hilfe schrie, griff ihr Mann ein.

Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche

Der Obdachlose erfasste den Radfahrer und stieß ihn vom Rad, so die Staatsanwaltschaft; dann soll er noch auf den am Boden liegenden 60-Jährigen eingetreten haben. Der Radfahrer erlitt bei dem Angriff mehrere Knochenbrüche und musste ins DKH Schladming gebracht werden.

Urteil nicht rechtskräftig

Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen 41-jährigen rumänischen Staatsbürger, der mit seinem Transportkarren durch sämtliche Länder Europas gereist ist. Der Mann zeigt sich im Wesentlichen geständig – ein Gutachten besagt, dass der Beschuldigte die Tat unter dem Einfluss geistiger und seelischer Abartigkeit höheren Grades begangen habe, weswegen die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wegen der Delikte des Vergehens der Nötigung und absichtlich schwerer Körperverletzung beantragte.

Dem wurde seitens des Gerichts auch stattgegeben. Allerdings reichte der Angeklagte Nichtigkeitsbeschwerde ein – das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.