Rettungsauto
Rotes Kreuz Mariazellerland|Leodolter B.
Rotes Kreuz Mariazellerland|Leodolter B.
WIRTSCHAFT

Teuerungen belasten Einsatzorganisationen

Die massive Teuerung macht derzeit den steirischen Einsatzorganisationen schwer zu schaffen – ihre finanzielle Mehrbelastung liegt im Millionenbereich. Erschwert wird die Lage durch zum Teil unaufschiebbar notwendige Investitionen.

Rund 20 Millionen Kilometer fährt das steirische Rote Kreuz jedes Jahr im Rettungsdienst, sagt Valentin Krause vom Roten Kreuz; dabei brauche man mehr als zwei Millionen Liter Treibstoff.

„Wenn man nun von einer Preissteigerung von nur 50 Cent ausgeht, um das Beispiel einfach zu halten, dann bringt das für uns im Rettungsdienst Mehrkosten von einer Million Euro – und das ohne Berücksichtigung unserer weiteren Leistungsbereiche. Das sind natürlich Teuerungen, die man in zukünftigen Tarifverhandlungen berücksichtigen werden muss“, so Krause.

„Wir müssen fahren“

Ähnlich die Situation bei den steirischen Feuerwehren – Landesfinanzreferent Thomas Gruber spricht von finanziellen Einbußen um die 20 Prozent: „Die letzten Jahre hat ja coronabedingt sehr wenig stattgefunden – keine Veranstaltungen. Daher sind die Einnahmen bei den Feuerwehren geschwunden.“

Viel Einsparungspotenzial sieht Gruber aber nicht: „Wenn wir zu Einsätzen gerufen werden, müssen wir fahren, wir müssen tanken, die Strompreisentwicklung kann man noch gar nicht abschätzen. Und bei den Betriebskosten in den Feuerwehrhäusern kann man, glaube ich, auch nicht viel mehr einsparen. Wir haben in unseren Rüsthäusern die Temperatur sogar schon auf unter 19 Grad gesenkt.“

Leistungen bleiben aufrecht

Dass künftig auf Grund der schwierigen finanziellen Situation Leistungen der Einsatzorganisationen für die Bevölkerung eingeschränkt werden könnten, schließt Valentin Krause vom Roten Kreuz aus: „Da braucht sich wirklich niemand Sorgen zu machen. Das Rote Kreuz wird immer da sein, wenn es gebraucht wird. Sollen wir unsere Dienstleistungsqualität aber wie gewohnt aufrecht erhalten, wird man über diese Kostensteigerung natürlich sprechen müssen, zumal wir freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr durch Berufliche ersetzen müssen – was natürlich weitere Kosten mit sich bringt.“