Wirtschaft

Firma von Grazer Fahrrad-App insolvent

Das Grazer Unternehmen Bike Citizens Mobile Solutions GmbH ist insolvent. Das gaben die Kreditschützer von AKV, KSV1870 und Creditreform bekannt. Als Grund werden die Nachwirkungen der Pandemie sowie die Energiekrise genannt.

Das Grazer Unternehmen bietet digitale Lösungen und Produkte zur Förderung des Radverkehrs bzw. der Radmobiliät an und ist früher unter dem Namen Bike City Guide bekannt gewesen. Der Betrieb wurde allerdings vor Kurzem eingestellt. Nun wurde auf Eigenantrag das Konkursverfahren am Landesgericht Graz eröffnet. Der Betrieb sei derzeit eingestellt, der Fortbestand der Gesellschaft fraglich.

Firma war international bekannt

Die Firma hatte sich seit 2012 mit einer Navigationsapp extra für Radfahrerinnen und Radfahrer auch außerhalb der Grenzen Österreichs einen Namen gemacht. Zudem verkaufte man Fahrradzubehör wie etwa die Handyhalterung „Finn“. Nun ist das Unternehmen mit 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insolvent, hieß es am Montag seitens der Kreditschützer von AKV, KSV1870 und Creditreform.

Laufend Neuerungen: Dennoch keine bessere Ertragslage

Den Passiva von rund 2,33 Mio. Euro stehen Aktiva von etwa 0,21 Mio. Euro an freiem Vermögen gegenüber. Das Unternehmen versuchte noch, mit laufender Weiterentwicklung und technischen Verbesserungen sowie neuen Ideen die Ertragslage über die Jahre zu verbessern, aber trotz Förderungen und Crowdfunding-Kampagnen konnte ein Break-Even-Point nicht erreicht werden, so die Kreditschützer.

Insolvenz auch wegen Pandemie

Ausschlaggebend waren laut dem Unternehmen auch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, weil die Fahrradnutzung während der Lockdowns zurückgegangen sei. Akquise sowie Planung neuer Produkte gerieten offenbar ins Hintertreffen. Hohe Entwicklungskosten konnten in der Folge nicht kompensiert werden, und Investorengespräche scheiterten. Eine Fortführung des Unternehmens wird nicht angestrebt. 38 Gläubiger sollen betroffen sein.