Wirtschaft

Insolvenzplan für A. Hausmann angenommen

Der Sanierungsplan für den insolventen obersteirischen Großhändler A. Hausmann GmbH ist angenommen worden. Sechs Großmarktfilialen machten dicht, rund 210 Jobs gingen verloren. Die Zentrale wird nun mit 40 Angestellten weitergeführt.

Das 1946 gegründete Unternehmen war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie, Energiepreissteigerungen und hoher Inflation sowie der anhaltend schlechten Konsumstimmung im Non-Food Handel in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Ende August 2022 musste Insolvenz beantragt werden – mehr dazu in Großhändler Hausmann ist insolvent (22.8.2022).

Es wurden rund 700 Forderungen mit rund 18 Mio. Euro angemeldet. Im Zuge der Restrukturierung wurden die sechs Cash & Carry-Filialen in Bruck an der Mur, Wiener Neudorf, Klagenfurt, Villach, Seiersberg und Salzburg-Bergheim geschlossen – mehr dazu in Hausmann schließt noch im Oktober zwei Filialen (19.10.2022).

Erhalt von 40 Mitarbeitern

Mit dem verbesserten Sanierungsplanvorhaben wurde die Grundlage für die Fortführung des verbleibenden Teilbetriebes – Großhandel in Freistadt – und den damit einhergehenden Erhalt von knapp 40 Arbeitsplätzen geschaffen. Die Gläubiger erhalten nun eine Quote von 26 Prozent binnen zwei Jahren, davon 22,5 Prozent binnen 14 Tagen und 3,5 Prozent binnen sechs Monaten – dies berichteten Creditreform, AKV und KSV am Mittwoch.

Geschäftsführer dankt Personal

Die verbesserte Quote von 26 Prozent resultiere laut Geschäftsführer Christoph Hausmann „aus dem sehr gut gelaufenen Sanierungsverfahren, in dem alle Beteiligten eng kooperiert und an einem Strang gezogen haben“. Man bedanke sich ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Unternehmen auch im Abverkauf bis zuletzt unterstützt und so das gute Ende dieses Verfahrens mit ermöglicht hätten.