Füße von Menschen in einer Fußgängerzone
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Soziales

Land will Gleichstellung in Regionen vorantreiben

Bis 2025 soll in allen steirischen Regionen ein Gleichstellungsmanagement eingerichtet werden. Gleichstellungsmanagerinnen sollen sich dabei um die Anliegen von Frauen kümmern.

Die Ungleichheit zwischen Mann und Frau sei immer noch groß – vor allem am Land, so Frauenlandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): In ländlichen Regionen werde die Väterkarenz kaum angenommen, die Verdienstmöglichkeiten für Frauen seien geringer, und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann sei größer als in der Stadt.

„Da wollen wir ansetzen, aber jede Region ist anders, und über unsere Gleichstellungsmanagerinnen schauen wir die Regionen vor Ort an und setzen dort an, wo es Potenzial und Luft nach oben gibt. Wo braucht es öffentliche Verkehrsmittel, damit man zum Beispiel Kindergarten und Arbeit gut verknüpfen kann? Oder: Wo braucht es Betriebskindergärten?“, sagte die Landesrätin.

Gleichstellung soll überall mitbedacht werden

Nach dem regionalen Jugendmanagement solle auch das Thema Gleichstellung in die Regionen gebracht werden und bei allen Handlungen mitbedacht werden, so Ursula Lackner, Landesrätin für Regionalentwicklung (SPÖ): „Es gibt kein Thema, das außen vor wäre hinsichtlich Gleichstellung, und letztendlich geht es um den Zugang zu Ausbildung, Arbeitsplätzen und das Vordringen in Führungspositionen.“

Umfeld soll auf Bedürfnisse abgestimmt werden

Bis 2025 soll das Gleichstellungsmanagement steiermarkweit im Regionalmanagement verankert werden. „Ob das Mobilität ist, ob das Ortskernentwicklung ist oder Attraktivität des Wohnraumes: Alle diese Dinge, die sie jetzt schon machen, machen sie sowieso. Wenn man aber genau hinschaut, merkt man, es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Was heißt Wohnraum für Frauen? Was heißt Wohnraum für Männer? Darauf muss man schauen, denn das ist ein Mehrwert, um die Projekte punktgenauer gestalten zu können“, erklärte Alexandra Nagl von der Fachabteilung Gesellschaft des Landes.

In der Oststeiermark zum Beispiel wird ab 2024 eng mit der Wirtschaft kooperiert, um für Frauen Chancengleichheit im Job zu erreichen. Die Oststeiermark ist neben Liezen auch eine der Pilotregionen, in denen bereits erste konkrete Projekte umgesetzt werden.