Die Verantwortlichen des Fokusprogramms
Foto Fischer
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Wirtschaft

Steirische Wirtschaft hat Indien im Fokus

Indien ist die am stärksten wachsende Volkswirtschaft aller G 20-Staaten. Das vielfältige Land in Südostasien dürfe nicht mehr übersehen werden und biete auch ein enormes Potential, weshalb das Internationalisierungscenter ICS nun ein dreijähriges Fokus-Programm startete.

Indien mit seinen über 1,4 Milliarden Einwohnern biete für die Steiermark ein Riesenpotential, das prophezeite Wirtschaftswachstum sei eine große Chance.

Indien kann man wirtschaftlich nicht übersehen

Karl Hartleb, Geschäftsführer des Internationalisierungscenters Steiermark, sagt: „Sieben Prozent Wachstum, 6,5 Prozent Wachstum und sechs Prozent Wachstum für die nächsten Jahre steht im Gegensatz zu dem, was wir in Europa, oder möglicherweise in den USA, sehen werden. Also die Dynamik ist dort, und das kann man langfristig als Exportnation und als Exportregion, wie es die Steiermark ist, nicht übersehen.“

Der Markt sei riesig und biete viele Möglichkeiten – allein im Jahr 2023 wurden im Budget 130 Milliarden in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gesteckt: „Ein weiterer großer Bereich, der für die Steiermark interessant ist, ist die Automobilindustrie. Indien ist aktuell die drittgrößte Automobilmacht der Welt. Es gibt sehr führende indische Hersteller wie Mahindra und Tata (Motors), die sehr stark im Bereich E-Mobility investieren“, sagt Hans-Jörg Hörtnagl, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Neu Dehli – die Steiermark würde sich anbieten.

Umweltschutz ist großes Thema

Grüne Technologie, Recycling und Rückgewinnung von Energie seien ebenfalls große Themen. Das steirische Unternehmen Komptech aus Frohnleiten baut Anlagen für feste Abfälle, ist schon in Indien aktiv. „Wir sind der Spezialist für die Behandlung fester Abfälle, und ein ganz großer Trend in Indien geht auch in Richtung Ersatzbrennstoff-Aufbereitung. Also Zementwerke haben einen ganz hohen Energiebedarf, dieser wird in Zukunft von Ersatzbrennstoff gedeckt. Diese Erzeugung von Ersatzbrennstoff ist unsere Aufgabe“, sagt Verkaufsleiter Ewald Konrad.

In Indien Fuß zu fassen, sei aber sehr schwer: Man müsse erst die Kultur verstehen und die Menschen vor Ort von steirischer Technologie überzeugen – das soll mit dem Fokus-Programm gelingen, heißt es vom ICS.