Graz Köflach Bahn, GKB-Zug
ORF.at/Christian Öser
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Verkehr

Elektrifizierung der GKB schreitet voran

Die Graz-Köflacher Bahn (GKB) ist mittendrin, den gesamten Betrieb von Diesel- auf Strombetrieb umzustellen. Auf einer Länge von hundert Kilometern muss die Strecke dafür adaptiert werden. Fast die Hälfte der nötigen Oberleitungsmasten steht schon.

An die 3.500 Oberleitungsmasten müssen für den vollelektrischen Fahrbetrieb der GKB bist 2028 aufgstellt werden. Bei den Bauarbeiten dafür ist man gut unterwegs so GKB-Geschäftsführer Gerald Klug: „Die ersten 1.200 Masten stehen schon. Insbesondere natürlich in der Weststeiermark, also in Richtung Wies/Eibiswald. Aber wir beginnen jetzt auch mit den Baumaßnahmen am Graz-Köflacher Bahnhof.“

Kosten durch Preisanstiege höher als erwartet

Der rasche Fortschritt hängt mit dem baldigen Betrieb der Koralmbahn zusammen: „Wir bauen in Etappen, aber der Wieser Ast ist deshalb prioritär, weil wir rechtzeitig mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn fertig sein wollen, damit wir hier auch einbinden können in das Hochleistungsnetz. In der zweiten Etappe geht dann die Elektrifizierung Richtung Köflach“, so Klug.

Eigenen Angaben zufolge wird die GKB 16.000 Tonnen Co2 ab 2028 durch den Verzicht auf Dieselloks einsparen können. Die Kosten dürften laut Klug allerdings etwas höher als geplant ausfallen: „Die GKB arbeitet in im wahrsten Sinne des Wortes an ihrem Jahrhundertprojekt. Mit der Preisbasis 2016 hat das gesamte Elektrifizierungsprojekt rund 120 Millionen Euro an Volumina.“ Um wie viel teurer das Projekt durch die höheren Baupreise im Endeffekt sein wird, könne man noch nicht abschätzen, heißt es.