Geldbörse
ORF.at/Christian Öser
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WIRTSCHAFT

Steirisches Jahreseinkommen steigt stetig

Die Menschen in der Steiermark verdienen stetig etwas mehr: Laut Landesstatistik stieg der durchschnittliche jährliche Bruttojahresbezug der Steirerinnen um Steirer 2022 um 4,8 Prozent – damit bleibt die Steiermark knapp unter dem Österreichschnitt.

Im Bundesländervergleich belegt die Steiermark den sechsten Platz. 37.295 Euro betrug 2022 das durchschnittliche Bruttoeinkommen der unselbständigen Steirerinnen und Steirer – das ist ein Plus von 4,8 Prozent zum Vorjahr. Die steirischen Bestverdiener kommen aus den Bezirken Graz-Umgebung und Leoben, statistisch die niedrigsten Einkommen gibt es hingegen in Liezen, Südoststeiermark und Weiz.

Kaufkraft längerfristig angestiegen

Das Haushaltseinkommen ist nun bereits seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen, mehr als die Inflation – das ergebe eine deutliche Kaufkraftsteigerung von 26 Prozent, so Martin Mayer vom Referat für Statistik und Geoinformationen beim Land Steiermark: „Da haben wir deutlich höhere Zuwächse bei den Bruttoeinkommen als bei der Inflation. Das heißt, wir haben einen realen Anstieg des Einkommens, die Kaufkraft ist längerfristig angestiegen. Insgesamt über zwei Jahrzehnte ist da ein deutliches Plus zu sehen.“

Die seit 2022 hohen Inflationsraten sollten diese Entwicklung nur kurzfristig bremsen, so Mayer: „Man kann aber schon sagen, dass 2024 die Einkommen deutlich steigen werden und das wahrscheinlich deutlich über der Inflation. Das heißt, wenn man alle drei Jahre zusammennimmt, werden wir wahrscheinlich nur einen geringen Kaufkraftverlust erleiden.“

Einkommensschere zwischen Männern und Frauen wächst

Gegen den Trend der Jahre davor ist hingegen die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männer 2022 wieder etwas größer geworden: Frauen verdienen laut Mayer in Vollzeit netto um 14 Prozent weniger als Männer in der Steiermark. „Man wird sehen, wie sich 2023 das dann weiter entwickelt, ob das jetzt wirklich eine Richtungsänderung ist, ob es eben so weiter geht wie man es Jahre davor hatten, dass es sich doch sich sukzessive verkleinert hat“, so Mayer.

Nur bei den Teilzeitjobs verdienen Frauen deutlich mehr als Männer. Das habe damit zu tun, so Mayer, dass es zwar immer mehr hochqualifizierte Frauen am Arbeitsmarkt gibt, diese aber unverhältnismäßig oft nur Teilzeit arbeiten wollen oder können.