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GESUNDHEIT

Fasching: Jugend mit Alkohol eher vorsichtig

Rund um die Faschingszeit fließt der Alkohol für gewöhnlich in rauen Mengen, immer wieder auch bei Jugendlichen, die generell aber mit Alkoholkonsum verantwortungsvoller als früher umgehen, so die Grazer Kinderklinik. Thema im Fasching ist auch Alkohol im Straßenverkehr.

Erst am Wochenende hatte für eine 17-Jährige ein Faschingsumzug im Bezirk Deutschlandsberg im Krankenhaus geendet: Sie brach aufgrund ihres übermäßigen Alkoholkonsums am Gehsteig zusammen – mehr dazu in Faschingsumzug endet mit Festnahme.

Vier bis sechs jugendliche Patienten pro Wochenende

Laut Grazer Kinderklinik ist dieser Fall aber eher die Ausnahme: „Im Jahr 2022 hatten wir 166 Patienten und im Jahr 2023 waren es 148. An einem Wochenende haben wir meistens vier bis sechs im Durchschnitt, wenn es viel ist. Im Alter so zwischen 16 und 18, manchmal auch etwas jünger, so zwischen 14 und 16“, sagte Sabine Löffler, leitende Ambulanz-Oberärztin der Kinderklinik.

Kein Alkohol am Steuer: Appell des VCÖ

Auf den steirischen Straßen hingegen hat der Fasching schon am Wochenende seine Schatten vorausgeworfen – in der Weststeiermark lieferte sich ein Autolenker mit fast zwei Promille eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. In der Obersteiermark sprang ein betrunkener Lenker nach einem Unfall in einen Bach – mehr dazu in Alkolenker springt nach Unfall in Bach.

„Don’t drink and drive“ lautet daher der Apell des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) nicht nur im Fasching. „Alkohol führt zu einer langsameren Reaktion, schränkt das Sehvermögen ein, auch das Sichtfest wird enger, Stichwort Tunnelblick. Gleichzeitig steigt die Selbstüberschätzung. Bereits bei 0,5 Promille nimmt das Unfallrisiko auf das doppelte zu, bei ein Promille sogar auf das siebenfache. Umso wichtiger ist es, dass, wer Alkohol trinkt, bitte öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder ein Taxi“, so Christan Gratzer vom VCÖ.

Polizei kontrolliert

Routinemäßig im Einsatz wird am Faschingsdienstag daher auch die Polizei sein. Im Fokus stehen dabei nicht nur alkoholisierte Autolenker, sondern auch die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen.