Fliegerbombe in Linz gefunden
Team Fotokerschi/Kerschbaummayr
Team Fotokerschi/Kerschbaummayr
Chronik

Mehr als 23 Tonnen Kriegsmaterial geborgen

Über 51 Tonnen Kriegsmaterial sind im Vorjahr vom Entminungsdienst des Bundesheeres geborgen und vernichtet worden, mehr als 1.000-mal kam es deshalb zu Einsätzen. Die größten Mengen wurden demnach in der Steiermark sichergestellt: 23,2 Tonnen.

Unter den Funden waren vor allem Munition, Handgranaten und Fliegerbomben. Um sie zu bergen und zu vernichten, stand der Entminungsdienst des Bundesheeres (EMD) im vergangenen Jahr österreichweit 1.075 Mal im Einsatz – insgesamt 51.292 Kilogramm Kriegsmaterial wurden abtransportiert und unschädlich gemacht – darunter 27,2 Tonnen Infanteriemunition, 275 Handgranaten, 17 Panzerfäuste und 45 Fliegerbombenblindgänger.

Was tun bei einem verdächtigen Gegenstand?

Wird ein Objekt gefunden, dessen Herkunft und Beschaffenheit verdächtig erscheint, sollte man Abstand halten, verhindern, dass Personen oder Tiere dem Fund zu nahekommen und unverzüglich die nächste Polizeidienststelle kontaktieren.

Größte Menge in der Steiermark sichergestellt

Die Einsatzdichte war im Jahr 2023 in Niederösterreich am höchsten. So wurden dort 13,9 Tonnen Kriegsmaterial bei 480 Einsätzen beseitigt. Dahinter steht die Steiermark mit 23,2 Tonnen in 155 Einsätzen, gefolgt von Oberösterreich mit etwa 6,4 Tonnen in 145 Einsätzen. Zu den Einsatzgebieten zählen verschiedene Gewässer, Waldgebiete, Städte oder alpines Gelände.

Der EMD vernichtete auf Sprengplätzen des Bundesheeres 19,1 Tonnen des geborgenen Kriegsmaterials durch Sprengung. Etwa sechs Tonnen Infanteriemunition wurden in einem speziellen Brennofen ausgeglüht und der entstandene Munitionsschrott einer Wiederverwertung zugeführt. Besonders herausfordernd für die Spezialisten ist und war, dass diese 31-mal auf Munition stießen, die nicht sicher transportfähig war. Sämtliche Sprengungen erfolgten jedoch ohne Sach- und Personenschäden.

„Österreich sicherer machen“

„Die Entminungsspezialisten des Österreichischen Bundesheeres tragen täglich dazu bei, Österreich ein Stück sicherer zu machen, indem sie Kriegsrelikte beseitigen. Trotz des Endes des Ersten und Zweiten Weltkrieges besteht immer noch eine beträchtliche Gefahr, solche Relikte in Österreich zu finden“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) in der Bilanz-Aussendung des Entminungsdiensts.