Arbeitsmarktservice Wien
ORF/Roland Winkler
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Wirtschaft

Deutliches Plus bei Arbeitslosigkeit

Noch ist unklar, ob die Produktion des neuen Fisker-E-Autos im Grazer Magna-Werk fortgeführt wird – im April soll es zu einer Entscheidung kommen. Eine Pleite des US-Herstellers würde jedenfalls hunderte zusätzliche Arbeitslose bedeuten. Im März gab es generell wieder mehr Arbeitslose.

Es waren im März laut Arbeitsmarktservice (AMS) vor allem Männer, die vermehrt als arbeitslos gemeldet waren – hier gab es im Vergleich zum März des Vorjahres ein Plus von 16,7 Prozent, bei den Frauen ein Plus von 8,4 Prozent. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit Ende März um 4.066 Personen oder 13,2 Prozent auf 34.981 Personen. Der Österreich-Schnitt liegt bei 12,3 Prozent – mehr dazu in Arbeitslosenquote im März bei 6,9 Prozent (news.ORF.at).

Unternehmen reduzieren Personalstand weiter

Derzeit sehe man keine Anzeichen auf ein baldiges Anziehen der flauen Konjunktur, so AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe – im Gegenteil: „Immer mehr Unternehmen kommen zum Schluss, den Personalstand zu reduzieren und auf eingearbeitete Arbeitskräfte zu verzichten“, so Snobe. In der Bauwirtschaft liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei 21,4 Prozent, im Bereich Herstellung von Waren bei 23,2 Prozent.

Hunderte zusätzliche Arbeitslose möglich

Auch die seit Wochen im Raum stehende Insolvenz des US-Herstellers Fisker könnte den steirischen Arbeitsmarkt hart treffen, so Karl-Heinz Snobe: „Tatsächlich ist es so, dass wir von Magna keine Bestätigung über die aktuelle Situation bekommen. Wir wissen aber aus Expertengesprächen, dass, wenn es zu einem Totalausfall von Fisker kommt, wir doch mit mehreren hundert zusätzlichen männlichen Arbeitskräften rechnen müssen. Bis zum Sommer hinein muss dann doch mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit, vor allem im Großraum Graz, gerechnet werden.“

Fisker-Produktion in Graz pausiert

Die Produktion des neuen Fisker-E-Autos „Ocean" pausiert derzeit in Graz: Der US-Hersteller soll aktuell mit Investoren verhandeln und auf der Suche nach einem namhaften Autohersteller als Partner sein. Wie und ob es in Graz mit Fisker weitergeht, soll noch im April bekanntgegeben werden. Zu hoffen sei, so Snobe, dass es weitere Aufträge für Magna gibt.