Handwerkerdörfl Pichla
ORF/Schöttl
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„9 Plätze – 9 Schätze“

Das Handwerkerdörfl für die Steiermark

Von einer schönen Kindheitserinnerung geleitet, hat Gerhard Seher Großes entstehen lassen – sein Handwerkerdörfl in Pichla ist heuer der steirische Kandidat für die große Hauptabendshow „9 Plätze – 9 Schätze“.

TV-Tipp:

„9 Plätze – 9 Schätze“, am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2

In „9 Plätze – 9 Schätze“ werden neun einzigartige, teils verborgene Plätze aus den neun Bundesländern präsentiert und im Anschluss daran der schönste Platz Österreichs gekürt. Bei der großen Live-Show – am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2 – rühren die aus jeweils einem „Bundesland heute“-Moderator und einem Prominenten gebildeten Bundesländerpärchen – für die Steiermark sind dies Julia Zotter und Franz Neger – die Werbetrommel für ihren Kandidaten, und am Ende kürt das Publikum den schönste Platz Österreichs.

Ein würdiger Vertreter der Steiermark

Mit der Strutz-Mühle gewann die Steiermark im Vorjahr die österreichweite Suche nach dem schönsten Platz – und auch heuer wurde mit dem Handwerkerdörfl in Pichla wieder ein würdiger steirischer Vertreter gefunden.

Ein Lebenswerk

Gerhard Seher ist ein Sammler und sein Handwerkerdörfl ein Sammelsurium, das Gäste mit seinen Jahrhunderte alten Häusern, Möbelstücken und natürlich Werkzeugen in seinen Bann zieht. Vier Jahrzehnte lang hat der in St. Peter am Ottersbach aufgewachsene Steirer Dinge gesammelt, die die Welt von „Damals“ dokumentieren: alte Schmiedewerkzeuge zum Beispiel, oder auch Hobeln, Pflüge, Pressen und vieles mehr. Selbst sein erster Lohn floss in Flohmarktfunde. Dass Seher als gelernter Buchdrucker und technischer Angestellter in einer Druckerei ein ganzes Dorf mit seinen eigenen Händen aufgebaut hat, ist dabei umso bemerkenswerter.

Das Handwerkerdörfl Pichla: Ein Lebenswerk

Von einer schönen Kindheitserinnerung geleitet, ließ Gerhard Seher Großes entstehen: Ein altes Bauernhaus auf dem Hof seiner Eltern in Pichla in der Südsteiermark war einst sein Lieblingsort. Über Jahrzehnte hinweg baute er hier ein ganzes Dorf.

Für das Haus, in dem man einem Schaufensterpuppen-Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter schauen kann, hat Seher etwa zwei Lastkraftwagen voll unterschiedlich großer, unbearbeiteter Steine von einem Abbruchhaus gerettet und in Kleinarbeit im südsteirischen Pichla bei Mureck wieder zusammengesetzt; auch das Bauernhaus aus dem Jahr 1778 oder die Töpferei aus dem Jahr 1772 ließ der Autodidakt im Alleingang wieder auferstehen.

Geschichte(n) aus nächster Nähe

Alle 25 Häuser wurden in einem Radius von maximal 50 Kilometer Entfernung abgetragen, und jedes erzählt seine ganz eigene Geschichte. In der Schule zum Beispiel lässt sich eine Unterrichtsstunde aus dem 18. Jahrhundert nachempfinden: Zahlreiche Schüler haben auf den Holzbänken des kleinen Häuschens Platz genommen, um dem mit einem Rohrstock gewappneten Lehrer zuzuhören.

Zu einem historischen Einkaufsbummel lädt unterdessen eine kleine Greißlerei, die mit bunten Reklametafeln auf sich aufmerksam macht: Waschmittel, Kaffee, Kakao und vieles mehr wird beworben – es fühlt sich an, als würde der Greißlereibesitzer gleich lebendig werden und mit der Kundschaft über seine Produkte philosophieren.

Fotostrecke mit 15 Bildern

Handwerkerdörfl Pichla
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Das Handwerkerdörfl in Pichla
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Das Handwerkerdörfl in Pichla
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Handwerkerdörfl Pichla
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Handwerkerdörfl Pichla
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Das Handwerkerdörfl in Pichla
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Das Handwerkerdörfl in Pichla
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Das Handwerkerdörfl in Pichla

Ein Schuster ist wenige Häuser weiter fleißig im Einsatz – umringt von schier unzähligen Schuhen in unterschiedlichsten Gebrauchsstadien und Altersstufen. Wie der Schuster, der alten Schuhen mit ein paar Handgriffen noch weite Wege ermöglicht, ist auch Gerhard Seher ein Verfechter der Nachhaltigkeit: „Früher hat man repariert, heute wirft man weg. Ich will Dinge für die Nachwelt bewahren, die nicht vergessen werden sollen“ – auch, weil irgendwann einmal jemand sie mit viel Liebe gefertigt hat. Und auch wie die Fertigung vonstattenging, erzählt der Steirer mit seinem Handwerkerdörfl nach.

Schätze, die man heute kaum noch findet

Gerhard Sehers Lebenswerk erforderte weit mehr als vier Jahrzehnte des Sammelns, 15 Jahre des Bauens – und ein Leben in und mit dem Handwerkerdörfl: „Jeden Tag musst du dahinter sein“, betont er. Lange Zeit musste er auch dahinter sein, die authentischen Häuser und Stücke für seine Dorfwelt zu finden – etwa für die Fassbinderei aus dem 19. Jahrhundert. Ein Ort, wie er ihn selbst noch von seinem Schulweg kennt: „Bis in die 60er-Jahre haben die Fassbinder so gearbeitet, wie es hier gezeigt wird. Vieles hat sich dann schnell verändert“ – und was davor war, verlor seinen Wert. Doch nicht für Gerhard Seher, der vor allem bei Fetzenmärkten von Vereinen wie Freiwilligen Feuerwehren die unterschiedlichsten Schätze aufspürte. Schätze, zu denen man heute kaum noch kommt.

Hier findet man sie in Hülle und Fülle, schaut einem Weber über die Schulter, macht Halt bei einer Wagnerei, einer kleinen Kapelle, einem Bienenhaus – oder blickt in die Rauchküche und in das Wohnzimmer einer Bauernfamilie aus dem 18. Jahrhundert. Würden die Schaufensterpuppen im nächsten Moment zum Leben erwachen, es wäre kaum verwunderlich in dieser Wunderwelt, in der Gäste sogar von echten tierischen Bewohnern wie Schwein Pumbaa und Esel Tobi begrüßt werden.

Eine Zeitkapsel

Dass es in dieser Zeitkapsel weder Steckdosen noch Strom gibt, versteht sich von selbst, und auch auf sein Handy und das digitale, schnelle, laute Leben draußen vor den Toren des Handwerkerdörfls vergisst man gern – zu schön ist es, in eine Welt einzutauchen, in der man nicht viel brauchte und doch so viel schaffte – mit seinen eigenen Händen.

Handwerkerdörfl Pichla
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„9 Plätze – 9 Schätze“: Die Show

Ob das Handwerkerdörfl in Pichla auch der schönste Platz Österreichs sind, das entscheidet sich dann in der großen ORF-Hauptabendshow „9 Plätze – 9 Schätze“ am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2. Die Konkurrenten aus den anderen Bundesländern finden Sie hier.

„9 Plätze , 9 Schätze“: Das Buch

Zum besseren Kennenlernen der 27 besonderen Plätze aller neun Bundesländer, zum Nachlesen, vielleicht auch als Reiseanregung erscheint jedes Jahr – so auch heuer – ein prächtiges Buch, das mit einladenden Fotos und interessanten Details begeistert und zusätzlich um Besuchsinformationen ergänzt ist. So entsteht eine einmalige Reise zu Österreichs versteckten Kostbarkeiten mit viel Hintergrundwissen, die Lust macht, das eigene Land wieder mal neu zu entdecken.