„Du+Ich=Österreich“
Rotes Kreuz
Rotes Kreuz
„DU+ICH=ÖSTERREICH“

Neue Initiative für mehr Zusammenhalt

Um nach zwei Jahren Pandemie tiefe Gräben in der Gesellschaft wieder zuzuschütten, haben das Rote Kreuz, die Ärztekammer, die Gesundheitskasse und der ORF die Aktion „Du+Ich=Österreich“ gestartet – sie soll die entstandenen Gegensätze überbrücken.

„Gegensätze haben unsere Gesellschaft immer schon begleitet, dürfen diese aber jetzt nicht zerreißen“, heißt es in einer gemeinsamen Aussendung. Die Aktion „Du+Ich=Österreich“ will alle Menschen in Österreich „sprichwörtlich“ an einen Tisch bringen, bekräftigen die Initiatoren – sie will zeigen, dass unterschiedliche Meinungen und Standpunkte normal sind, und dass alle Seiten und Gegensätze Platz in Österreich haben, sofern sie sich auf dem Boden der Gesetze und der Verfassung bewegen.

Kampagne angelaufen

Nun ist eine bundesweite Kampagne mit Printinseraten, TV- und Radiospots, eigener Internetseite und Social Media Kommunikation angelaufen. In TV-Spots wird etwa gezeigt, dass es die Unterschiede sind, die die Gesellschaft weiterbringt. Dabei werden bewusst nicht die Impfung, sondern der Dialog, das Gemeinsame, Offenheit, aber auch Gegensätzlichkeit, Vielfalt, Solidarität und Respekt in den Mittelpunkt gestellt.

Der ORF berichtet in all seinen Programmen über die Initiative. Auf www.lasstunsreden.at finden sich Mitmachmöglichkeiten, ins Gespräch zu kommen, und alle Informationen.

„Dürfen nicht zulassen, dass Gesellschaft zerbricht“

„In schweren Zeiten steht Österreich zusammen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft an der Coronakrise zerbricht. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen in unserem Land wieder miteinander reden, statt gegeneinander zu sein. Mit ‚Du+Ich=Österreich‘ machen wir einen wichtigen Schritt, um wieder aufeinander zuzugehen. Ob in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, im Verein, im Supermarkt oder im Zug – reden wir wieder miteinander, es gibt so viele Themen abseits von Corona, die uns verbinden“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.

Weißmann: ORF als „Kitt der Gesellschaft“

„Gegensätze in der Gesellschaft sind nicht neu, Dialogfähigkeit und Ausgleich haben Österreich immer ausgezeichnet. Durch die Pandemie ist der gesellschaftliche Zusammenhalt aber merkbar unter Druck gekommen“, sagt auch ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Der ORF bilde „als Kitt der Gesellschaft die mediale Plattform für diese Kampagne“.

Aufruf zu Solidarität und Respekt

„Wir dürfen nicht zulassen, dass wissenschaftliche Fakten und medizinischer Konsens negiert, verzerrt und so zur Spaltung der Gesellschaft missbraucht werden“, erklärt Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK).

Er ruft zu mehr Dialogbereitschaft, Solidarität und Respekt auf: "Neben der medizinisch-epidemiologischen Ebene fordert uns die Corona-Pandemie auch als Gesellschaft und in unserem Zusammenhalt. Wenn wir es zulassen, dass aus einer Gemeinschaft mit einem gesamtgesellschaftlichen Ziel eine Zweckgemeinschaft wird, in der jeder seine eigenen Ansichten und Absichten zur Maxime erhebt, dann hat uns das Coronavirus einen zusätzlichen Kollateralschaden beschert, der nur schwer wieder zu beheben ist.“

"Die Corona-Pandemie birgt viele Ungewissheiten. Viele Menschen fühlen sich verunsichert, verängstigt und nicht gehört. Wir wollen das Menschliche wieder in den Vordergrund rücken, aufeinander zugehen und das Gemeinsame vor das Trennende stellen“, sagt Bernhard Wurzer, Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).