Drei Hanfplantagen ausgeforscht

Drei Hanfplantagen hat die Polizei in den letzten drei Wochen in Knittelfeld ausgeforscht. Dabei wurde Marihuana im Verkaufswert von mindestens 100.000 Euro sichergestellt.

Marihuana-Pflanze

APA/ Peter Dasilva

Marihuanapflanze

Die größte Indoor-Plantage gehörte einem 31-jährigen Obersteirer, 320 Hanfpflanzen wurden von der Polizei in seiner Wohnung sichergestellt. Ein Zimmer hatte er für die Plantage „höchst professionell“ adaptiert, so ein Ermittler, mit einer Bewässerungsanlage und künstlicher Beleuchtung. Da dem Mann kein Drogenhandel nachgewiesen werden konnte, wurde er auf freiem Fuß angezeigt.

Pflanzen als Zwergahorn ausgegeben

Ebenfalls auf freiem Fuß angezeigt wurde ein 21-jähriger Mann, der elf Pflanzen in Töpfen auf der Terrasse seines Elternhauses gezüchtet hatte. Seine Großmutter und seine Mutter hatten laut Polizei keine Ahnung, was da vor ihren Fenstern blühte. Der junge Mann hatte ihnen weisgemacht, dass es sich um libanesischen Zwergahorn handle.

Mit Geld aus Marihuanaverkauf Schulden gezahlt

Zuletzt flogen am Mittwoch zwei Brüder auf, die in ihrer Wohnung 47 Pflanzen bzw. Marihuana im Wert von etwa 20.000 Euro angepflanzt hatten. Einen Teil des Marihuanas verwendeten die beiden Obersteirer laut eigenen Angaben für den Eigenbedarf, den Rest verkauften sie an andere Konsumenten weiter.

Sie dürften laut Polizei heuer bereits zweimal geerntet und damit etwa 8.000 Euro erwirtschaftet haben. Mit den Einnahmen hätten sie ihre Schulden zurückgezahlt, gaben die Brüder an. Sie wurden in die Justizanstalt Leoben gebracht.

20 Kilogramm Marihuana konfisziert

Seit Jahresbeginn wurde im Raum Knittelfeld schon knapp 20 Kilogramm selbst angebautes Marihuana konfisziert; das entspricht einem Verkaufswert von mindestens 200.000 Euro.