Papst-Rücktritt „überrascht“ Kapellari

Papst Benedikt XVI. hat am Montag seinen Rücktritt bekannt gegeben. Auch für den steirischen Diözesanbischof Egon Kapellari kommt dieser Rücktritt „völlig überraschend“, er spricht von einer „einsamen, aber nachvollziehenden Entscheidung“.

Der Rücktritt sei „für uns alle völlig überraschend“, so der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari, er habe die Nachricht „tief bewegt“ aufgenommen; weiters spricht Kapellari von einem „wohlbedachten Entschluss“ im Blick auf das hohe Alter und die geschwächte Gesundheit des Papstes. Ähnlich fielen auch die Reaktionen der anderen österreichischen Kirchenvertreter aus - mehr dazu in „Beeindruckt, aber nicht überrascht“ (news.ORF.at).

Papst Benedikt XVI teilte seinen Entschluss am Montag beim Konsistorium für die Seligsprechung von italienischen Märtyrern mit - mehr dazu in Historischer Schritt in der Kirchengeschichte(news.ORF.at).

Verbundheit des Papstes mit Mariazell

Mit der Kirche in Österreich sei der Papst auf unverwechselbare Weise persönlich verbunden, so Bischof Egon Kapellari weiter: „In der Steiermark gilt dies besonders für Mariazell, wo er zum 850-Jahr-Jubiläum dieses Gnadenortes am 8. September 2007 in unserer Mitte gewesen ist“, so Kapellari. Bereits im Jahr 2004 war Benedikt als Kardinal im obersteirischen Wallfahrtsort Mariazell.

Benedikt XVI. sei „auf andere Weise als Papst Johannes Paul II. ein großer Papst, der beharrlich versucht hat, die Kirche in ihrer Mitte und in ihren Glaubenswurzeln zu stärken“, meinte Kapellari weiter.

Papst, Mariazell

ORF

30.000 Menschen jubelten Benedikt XVI. bei seinem Mariazell-Besuch 2007 zu

„Einer der bedeutensten Theologen“

Kapellari bezeichnet den Papst als „einen der bedeutendsten Theologen und geistlichen Lehrer der Weltkirche in den vergangenen 60 Jahren“; sein theologisches Werk werde die Weltkirche und die Christenheit weiterhin nachhaltig prägen. „Alle Katholiken bitte ich, jetzt für den Papst und mit ihm darum zu beten, dass die Kirche aus allen Stürmen und Flauten der Gegenwart schließlich gestärkt hervor- und weitergehen kann“, so der steische Diözesanbischof.

Kapellari, der sich eigentlich schon als Bischof hätte zurück ziehen können, war vor zwei Jahren vom Papst gebeten worden, noch bis zu seinem 77. Geburtstag Mitte Jänner 2013 weiter zu wirken. Nun könnte der steirische Bischof doch länger im Amt bleiben als der Pontifex maximus - mehr dazu in Papst-Rücktritt: Weiter warten auf Bischofswahl?

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