Neuer „Mega-Bagger“ in steirischem Steinbruch

Der größte Tieflöffel-Hydraulikbagger Österreichs hat seit wenigen Tagen in Retznei den Betrieb aufgenommen. Er wiegt 150 Tonnen, hat mehr als 800 PS und kann pro Stunde bis zu 900 Tonnen Gestein wegbaggern.

Mit einer einzigen Bewegung baut der größte Tieflöffel-Hydraulikbagger Österreichs zehn Tonnen Kalkgestein ab und lädt sie auf einen Muldenkipper. Dieser ist in knapp zwei Minuten mit 70 Tonnen vollbeladen.

820 Pferdestärken

„Mit dieser Ausrüstung - mit Schnellwechsler, der überhaupt einzigartig ist in dieser Größe, hat er ungefähr 150 Tonnen und wir bewegen uns bei 800 bis 820 PS“, so der Baggerverkäufer, Wolfgang Windisch. Zudem würde er in der Stunde eine Leistung zwischen 800 und 900 Tonnen schaffen, wofür er auch ausgelegt wäre, fügt der zweite Baggerverkäufer, Jürgen Specht, hinzu.

Der größte Tieflöffel-Hydraulikbagger Österreichs ist seit kurzem  im Steinbruch des Zementwerks von LaFarge in Retznei in Betrieb.

ORF

Sogar die Schuhe ziehen die Baggerfahrer aus, wenn sie ihr neues Arbeitsgerät bedienen.

Der Transport nach Retznei im Bezirk Leibnitz und der Zusammenbau im Steinbruch des Zementwerks von LaFarge haben eine Woche gedauert. Drei Tage lang wurden die Baggerfahrer eingeschult. Dabei hätte es schon einmal eine Umstellung von 20 auf rund 90 Tonnen schwere Bagger gegeben - daher wäre die jetzige Umstellung nicht mehr so groß gewesen, erzählt der Baggerfahrer Gerhard Jahrbacher.

Bagger macht Kosteneinsparungen möglich

„Wir haben im Zuge dieser Neuanschaffung auch das Abbaukonzept umgestellt, und dieser Bagger substituiert quasi zwei andere Großgeräte und das ist unser Kostenvorteil, den wir dadurch haben“, so der Betriebsleiter, Thomas Holliber. Der neue Mega-Bagger braucht dreißig Prozent weniger Diesel als sein kleinerer Vorgänger und hat auch einen geringeren Schadstoff-Ausstoß.