Theater am Lend zeigt Performance-Doku
Sendungshinweis:
„Steiermark heute“, 9.4.2016
Drei Wochen lang waren Künstler der Costa Compagnie am Hindukusch in Afghanistan, um Bild- und Tonmaterial zum Ende des Hilfseinsatzes der internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF) zu sammeln. So wurden Einheimische, Journalisten, Diplomaten sowie Soldaten vor Ort befragt und das Material anschließend in eine künstlerische Aufführung übertragen. Die daraus resultierende Performance wurde am Freitag und Samstag im Theater am Lend vorgestellt.

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Versuch, Situationen einzufangen
„Wir versuchen in unserer Arbeit auch die Form der Dokumentation generell in Frage zu stellen. Ich glaube nicht, dass ich als Dokumentarist oder auch als Künstler nach Afghanistan reisen und eine Wahrheit oder die wirkliche Realität porträtieren kann. Was ich aber machen kann, ist dort hinzufahren und mit den Menschen vor Ort in Kontakt treten, mit ihnen sprechen und versuchen, ihre Situation für einen kleinen Moment einzufangen“, erklärt der künstlerische Leiter Felix Meyer-Christian.

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„Fragen stellen und Horizont öffnen“
Und so verbindet die Costa Compagnie in ihrer Inszenierung aufgezeichnete Interviewsituationen und Klänge aus den Straßen Afghanistans mit Choreografien im Bühnenraum: „Was die Kunst angeht, haben wir die Möglichkeit, zwar nicht die Fragen der Politik beantworten zu können - wir sind keine Aktivisten, die sagen, wie es besser geht oder was getan werden muss - aber den Horizont zu öffnen und Fragen zu finden oder zu suchen, wie sie in der Politik eben nicht gestellt werden können“, so Meyer-Christian.

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Damit nähert sich „Conversion / Nach Afghanistan“ mit einer tiefgründigen Inszenierung künstlerisch komplexen Lebensrealitäten an und animiert zum Nachdenken.