Erste Schubhäftlinge treffen in Vordernberg ein

In Vordernberg treffen am Freitag die ersten Schubhäftlinge im neu gebauten Anhaltezentrum ein. Mit einem Monat Verspätung wird mit der Belegung begonnen. Ausständige Geräte und Genehmigungen hatten die Aufnahme des Betriebes verzögert.

Die Belegung des Anhaltezentrums im Bezirk Leoben ist mit rund einem Monat Verzögerung gestartet. Zuerst fehlten noch medizinische Geräte, danach lagen die Genehmigungen nach dem Arbeitnehmerschutzgesetz noch nicht vor, die für die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma G4S erforderlich sind - mehr dazu in Vordernberg: Weiter warten auf Betrieb (6.2.2014).

Volle Belegung nicht erwartet

Am Mittwoch erteilte die Bezirkshauptmannschaft Leoben die noch ausständige Genehmigung - mehr dazu in Ausständige Genehmigung für Vordernberg da. Damit können ab Freitag die ersten Schubhäftlinge im Anhaltezentrum untergebracht werden. Insgesamt ist das Anhaltezentrum für etwa 200 Schubhäftlinge ausgelegt.

Dass das Schubaftzentrum in Vordernberg zu 100 Prozent ausgelastet sein wird, ist aktuell nicht zu erwarten. Derzeit befinden sich in ganz Österreich zwischen 100 und 150 Menschen in Schubhaft.

Neun Männer aus acht Nationen

Vorerst sind neun Insassen untergebracht. Die Männer im Alter zwischen 20 und 46 Jahren stammen aus acht Nationen, darunter Nigeria, Pakistan und China. Hier sollen sie auf die Rückkehr in ihr Heimatland vorbereitet werden. Im Schnitt dauert der Aufenthalt zwei bis sechs Wochen. Wann die nächsten Schubhäftlinge kommen, ist noch unklar.

Bei den Schubhäftlingen handelt es sich um Menschen, die sich illegal in Österreich aufhalten, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

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