Unwetter: Schadensmeldungen noch möglich

Vier Monate nach den schweren Unwettern im Enns- und Murtal sind noch nicht alle Schadensfälle ausbezahlt. Auch viele Private wurden geschädigt - sie können ihre Schadensmeldungen noch bis Februar abgeben.

229 sogenannte „Priorität 1 Fälle“, also jene zur unmittelbaren Gefahrenabwehr, verursachten die Unwetter am ersten August-Wochenende. Dazu zählen beispielsweise das Ausbaggern von Geschiebesperren, aber auch die Wiederherstellung von Straßen, wie der Sölkstraße - mehr dazu in Unwetter: Sölkpass-Straße weggerissen (6.8.2017) und Unwetter: Aufräumarbeiten und Straßensperren (12.8.2017).

Der überwiegende Teil dieser baulichen Maßnahmen und Arbeiten sei abgeschlossen; die Kosten für jene Maßnahmen belaufen sich laut aktueller Rechnung auf 41 Millionen Euro, so der Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz, Harald Eitner: „Wir haben bisher 8,1 Milionen ausbezahlt. Im Moment ist es so, dass wir nahezu täglich mit Rechnungen überschüttet werden. Das heißt, ich rechne damit, dass wir bis Februar alles ausbezahlt werden haben.“

Nach wie vor private Schadensmeldungen möglich

Anders sieht es bei den privaten Schadensmeldungen aus: Hier haben Geschädigte ein halbes Jahr Zeit - in diesem Fall also bis Anfang Februar -, um sich bei der Gemeinde zu melden; nach wie vor werden Schadensmeldungen abgegeben.

Bisher seien 2.000 Anträge eingegangen, rund 1.100 davon - mit einer Schadenssumme von 6,5 Millionen Euro - seien bereits bearbeitet. Der Großteil wurde von den Versicherungen gedeckt, knapp zwei Millionen Euro sind aus dem Ressort des zuständigen Landesrates Johann Seitinger (ÖVP) geflossen, heißt es aus dessen Büro - mehr dazu in Unwetter: Politik sichert Hilfe zu (6.8.2017).

Laufende Umsetzung des Hochwasserschutzes

Übrigens: Das noch im August beschlossene Investitionsprogramm für den Hochwasserschutz in der Höhe von 48 Millionen Euro wird laufend umgesetzt - mehr dazu in Hochwasser: Land startet Selbstschutz-Initiative (10.8.2017): Laut Auskunft aus Seitingers Büro seien die Schutzprojekte für den Kobenzbach in der Gemeinde Kobenz oder den Walchenbach in Öblarn bereits angelaufen.

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