Warnung vor Lawinengefahr abseits der Pisten

Die Bedingungen für Skitouren sind derzeit eher ungünstig. Bei Wintersport abseits der gesicherten Pisten gilt derzeit besondere Vorsicht, denn bei der aktuellen Lawinenwarnstufe drei droht jeder zweite Steilhang abzurutschen.

Die meisten Alpinunfälle in freiem Gelände passieren bei mittlerer Gefahrenstufe, sagen Lawinenexperten: Tourengeher oder Freerider würden die riskante Schneesituation oft unterschätzen, und das, obwohl bei Lawinenwarnstufe drei die Schneedecke auf 50 Prozent aller Steilhänge nur schwach verfestigt ist.

„Ein bisserl ein Hazardspiel“

„Das heißt, man kann dann nicht mehr überall einfach fahren, sondern es wird dann ein bisserl ein Hazardspiel, wenn man glaubt, man kann dann noch alle Steilhänge befahren. Es sind momentan vor allem die schattseitigen Hänge - da sind momentan die meisten Gefahrenstellen vorhanden“, schildert Alexander Podesser von der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG).

Das Wetter der vergangenen Tage hat die perfekten Zutaten für Lawinenabgänge geliefert - mehr dazu in Warnung vor Lawinengefahr bei Touren (news.ORF.at): Immer wieder Neuschnee, begleitet von stürmischem Wind und Kälte - so bildeten sich unterschiedliche Schneeschichten, die leicht rutschen.

Besserung in Sicht

Die frühlingshaften Temperaturen der nächsten Tage sollten das Risiko für Tourengeher aber wieder etwas reduzieren, sagt Podesser: „Die Lawinensituationen entspannt sich dann leicht, weil sich durch die wärmere Schneedecke und durch den Regeneintrag die Schwachschichten in der Schneedecke abbauen können, für den Skitourenbereich also eher ein bisserl günstiger.“

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