Arbeitslosenzahlen gehen weiter zurück

Im Dezember 2017 sind die Arbeitslosenzahlen erneut zurückgegangen - österreichweit um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Steiermark betrug der Rückgang sogar 13,5 Prozent.

Der Konjunkturaufschwung lässt weiterhin die Arbeitslosenzahlen sinken: Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 443.481 Personen auf Arbeitssuche, das ist ein Rückgang von 5,9 Prozent im Vergleich zum Dezember des Vorjahres. Nach nationaler Definition sank die Arbeitslosenquote um 0,9 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent, gab das Sozialministerium am Dienstag bekannt - mehr dazu in Beschäftigungshöchststand 2017 erreicht (news.ORF.at).

Österreichweit stärkster Rückgang in der Steiermark

In der Steiermark war der Rückgang im Österreichvergleich am stärksten: 13,5 Prozent weniger Arbeitslose gab es im Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Rechnet man die Personen in Schulungen dazu, beträgt der Rückgang immer noch 10,7 Prozent - damit ist die Steiermark hinter Tirol an zweiter Stelle.

Vor allem Männer und junge Jobsuchende profitieren von der positiven Konjunktur: Im Vergleich zum Dezember 2016 waren vergangenes Monat 14,2 Prozent weniger Männer arbeitslos, bei den unter 25-Jährigen war das Minus mit knapp 22 Prozent noch größer.

Erfreulich und der Grund für die positive Lage am Arbeitsmarkt sind die vielen offenen Stellen: Insgesamt gab es im Dezember etwas mehr als 7.000 offene Stellen, das entspricht einem Plus von 47 Prozent. Platz eins belegt das Bauwesen, wo mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze frei waren, Platz zwei geht mit knapp 86 Prozent Plus an den Waren herstellenden Sektor, und die Branche Verkehr und Lagerei liegt mit knapp 60 Prozent auf Platz drei.

„Aktion 20.000“ zeigte Wirkung

Im Vergleich der steirischen Bezirke zeigt sich, dass die Arbeitslosenzahlen vor allem in Voitsberg mit mehr als 26 Prozent, in Deutschlandsberg und Weiz mit jeweils 19 Prozent und in Feldbach mit etwa 18 Prozent zurückgingen; in Voitsberg und Deutschlandsberg sei dies auch auf die nun von der Bundesregierung eingestellten „Aktion 20.000“ zurückzuführen - mehr dazu in Heftige Kritik nach Aus für „Aktion 20.000“. AMS-Chef Karl-Heinz Snobe verspricht für die Zukunft, das Augenmerk weiterhin auf Personen zu richten, die von der guten Wirtschaftslage nicht profitieren - Stichwort Qualifizierungsprogramme für künftige Fachkräfte.

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