„Steirisch sterben“ in Buchform

Der erste Roman des gebürtigen Steirers Hartmut Schnedl spielt in und um Murau: „Steirisch sterben“ handelt von einer Reihe mysteriöser Todesfälle. Dimiter Damianivic heißt der „Ermittler“, der hinter die Kulissen blickt.

Buchcover
Federfrei
„Steirisch sterben“ von Hartmut Schnedl ist im federfrei Verlag (ISBN 978-3-90278-446-9 erschienen. Das Buch kostet rund 13 Euro

Dimiter Damianovic fährt mit dem Zug nach Murau - er soll hier den jungen innovativen Bauern Franz Brandtner für ein Interview treffen. Damianovic ist freier Journalist, der für Fachmagazine und Kundenzeitschriften schreibt. Über seine Arbeit macht er sich wenig Illusionen: Es gehe bei seinen Artikeln weniger um die Qualität seiner Texte als darum, die Seiten zwischen den Inseraten zu füllen; seine Betriebsreportage soll auch ein reiner PR-Artikel werden.

Grausiger Fund im Fischteich

Angekommen in Murau, empfängt ihn unfreundliche Winterkälte am Bahnhof - aber von Franz Brandtner, der ihn abholen sollte, fehlt jede Spur. Nach einem eineinhalbstündigen Fußmarsch erreicht er endlich den Hof. Von den wortkargen Eltern wird er zum Fischteich geschickt - und dort macht der Journalist einen grausigen Fund: Ein lebloser Körper treibt auf der Oberfläche - es ist Franz Brandtner.

Seinen Auftrag kann Damianovic also nicht erfüllen; von der örtlichen Polizei wird er aber ersucht, für ein paar Tage zu bleiben, um für weitere Befragungen zur Verfügung zu stehen. Eigentlich sieht alles nach einem Unfall, vielleicht auch einem Selbstmord, aus, eines ist aber auffällig: Kurz davor kam auch ein anderer junger Mann ums Leben, und auch hier war es augenscheinlich ein Unfall: In der Silvesternacht wurde er vom Splitter einer zerberstenden Wodkaflasche so unglücklich an der Halsschlagader getroffen, dass er verblutete.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Steiermark“, 18.1.2015

Mysteriöse Mordserie

Was die beiden Toten gemeinsam haben? Beide sind Mitglieder der Young Rural Professionals - einer Gruppe junger Unternehmer, die neue Wege gehen will. Sie setzten ein deutliches Zeichen: In Tradition des Jungbauernkalenders ließen sich die Mitglieder wenig bis nicht bekleidet abbilden. Der erste Tote war das Jänner-Model, der zweite Tote das für den Februar. Natürlich steigt die Unruhe unter den verbliebenen Young Rural Professionals - wird die mysteriöse Serie an Todesfällen weitergehen?

Dimiter Damianovic bekommt von seinem Herausgeber den Auftrag, weiter zu recherchieren. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von einer attraktiven Lehrerin. Mit ihrer Hilfe kann er hinter die Kulissen der Kleinstadt blicken und so nach und nach einige Ungereimtheiten entdecken.

Barbara Echsel-Kronjäger, ORF Steiermark

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