Besuch von oben

Was wäre, wenn sie einen verstorbenen Menschen noch einmal treffen könnten? Diesem interessanten Gedankenspiel widmet sich Jochen Siemens in seinem Roman „Besuch von oben“: Ein 50-jähriger Architekt bekommt Besuch seiner Eltern.

Buchcover Besuch von oben
Droemer

Buchtipp:

„Besuch von oben“ von Jochen Siemens (ISBN: 978-3-426-30590-4) ist im Droemer TB-Verlag erschienen und kostet 12,99 Euro

Johannes Schweikert ist Innenarchitekt, verheiratet und Vater einer Tochter. Als er 27 Jahre alt war, sind seine Eltern tödlich verunglückt. Mehr als zwei Jahrzehnte später wird klar, dass der plötzliche Verlust der Elter immer noch eine Unvollkommenheit hinterlässt.

„Wenn man 27 Jahre alt ist und es immer selbstverständlich war, dass die Eltern einfach da waren, dann ist eine solche Nachricht erst einmal heimatlos im eigenen Kopf. Man hört sie und weiß nicht, wohin mit ihr. Und sie selbst weiß es auch nicht.“

Wiedersehen mit den Eltern

Plötzlich stehen diese Eltern vor Johannes: Zwei alte Menschen, gebrechlich und unsicher in der für sie fremden Welt. Dort, wo sie jetzt sind, bekommt man hin und wieder einen Tag Ausgang, erzählen sie, und jetzt, nach 22 Jahren, hätten sie sich entschieden, für diesen einen Tag ihren Sohn zu besuchen.

Sehen kann an diesem Tag nur Johannes seine Eltern, für alle anderen bleiben sie unsichtbar. Mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu erleben die Eltern das Hier und Jetzt – viele Dinge kennen sie nicht. In den Stunden des Wiedersehens erinnert sich der Sohn an das Leben seiner Eltern. Die Beziehung zu seinem Vater war nie die beste gewesen. Das Wiedersehen wird durch diese Tatsache belastet.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Steiermark“, 11.6.2017

Überraschende Geheimnisse

Außerdem erfährt Johannes einige sehr überraschende Geheimnisse aus dem Leben des Vaters, und natürlich stellt sich irgendwann die Frage, was wäre, wenn die Eltern nicht mehr ins Jenseits zurückkehren würden.

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