Das Joanneum im Zeichen von Jubiläen

Das Ausstellungsprogramm des Universalmuseums Joanneum ist 2018 von zahlreichen Jubiläen geprägt: Das Ende des Ersten Weltkrieges, das Peter-Rosegger-Jahr, der Geburtstag von Günter Brus und 800 Jahre Diözese sind einige davon.

Die von Jubiläen geprägten Programme beginnen im Februar mit „Peter Rosegger. Waldheimat und Weltwandel“ im Museum für Geschichte. Dabei soll weniger die Person des steirischen Dichters im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr Themen wie Bauernbefreiung, Landflucht, medizinische Versorgung oder aufkeimender Nationalsozialismus.

Peter Rosegger
Universalmuseum Joanneum
Peter Rosegger in einer Fotografie, die um 1910 entstanden sein dürfte

Eine weitere Ausstellung wird das Rosegger-Museum in Krieglach gestalten: Dort geht es um weniger bekannte Aspekte des Schriftstellers, der auch fortschrittliche Ideen zu Naturschutz oder Wasserkraft hatte.

Dreiteilige Schau über den Ersten Weltkrieg

Das 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Graz-Seckau wird unter dem Titel „Glaube Liebe Hoffnung“ im Kunsthaus abgehandelt: Darin geht es auch um die Zusammenhänge zwischen Kirche und Kunst.

300 Jahre wird im nächsten Jahr der Friedensschluss von Passarowitz von 1718 her sein, der den Frieden und die Handelsbeziehungen zwischen dem Osmanischen und dem Habsburgerreich regelte und im Landeszeughaus unter dem Motto „Wir und Passarowitz“ thematisiert wird.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 24.11.2017

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 wiederum findet in einer dreiteiligen Schau im Museum für Geschichte seinen Niederschlag, dort geht es dann auch um die neuen Grenzen in Europa. Der Anschluss Österreichs 1938 ist Anlass, die Ausstellung „Bertl und Adele. Zwei Kinder im Holocaust“ im Museum für Geschichte zu zeigen.

Umfassende Schau von Shirin Neshat

Günter Brus feiert im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag, das Bruseum in der Neuen Galerie widmet sich dem Künstler sowohl in „Obsession zeichnen“ als auch „Wie mit dem Skalpell. Die Aktionszeichnungen des Günter Brus“. Im Kunsthaus wird unter anderem auch zeitgenössische populäre Malerei aus dem Kongo zu sehen sein, und das Naturkundemuseum widmet sich in „Hotspot Mur. Smaragde im Vergessenen“ dem Lebensraum Mur mit einer erst kürzlich entdeckten Fischart, den Smaragd-Gresslingen.

Die Künstlerin, Filmemacherin und Fotografin Shirin Neshat wird in einer umfassenden Werkschau in der Neuen Galerie gewürdigt. Dabei geht es auch „um die Themen Islamisierung und Glaube“, beschrieb der Leiter der Neuen Galerie, Peter Peer, bei der Programmpräsentation.

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