Cinéfête 2018: Frankreich auf Grazer Leinwand

Freunde des französischen Films kommen derzeit in Graz auf ihre Kosten: Zum achten Mal bietet das Cinéfête auf der Leinwand des KIZ Royal Kinos fünf hochkarätige französische Film. Im Mittelpunkt steht heuer das Thema Rassismus.

Für Interessierte:

Das Programm können Sie hier downloaden!

Für Cineasten, insbesondere für Fans des französischen Films werden diese Tage äußerst abwechslungsreich - im KIZ Royal in Graz heißt es derzeit „Film ab“ für das Cinéfête.

Schon zum achten Mal findet das französische Filmfestival in Graz statt. Es richtet sich in erster Linie an Schüler sowie alle Frankreichbegeisterte und die, die es noch werden wollen, um mehr über die französische Sprache, die Kultur und das französische Lebensgefühl zu erfahren.

Eröffnung mit Gérard Depardieu

Auch heuer werden wieder fünf hochkarätige Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln und mit französischer Starbesetzung gezeigt. Eröffnet wurde mit keinem geringeren als Gerard Depardieu: In „Tour de France“ prallen der rassistische Rentner Serge aus dem bürgerlichen Lager und ein aufmüpfiger Rapper aus einem französischen Vorort aufeinander und lernen auf einer zweiwöchigen Reise durch Frankreich die kulturellen Gegensätze und auch sich besser kennen.

Mit Witz und Charme gegen Rassismus

„Tour de France“ ist einer von fünf Filmen, die das französische Kulturinsitut in Wien für das heurige Cinéfête ausgewählt hat, sagt Cinéfête-Organisator Gerald Hafner vom Landesschulrat. Einige Filme greifen heuer das Thema Rassismus auf, durchaus auch mit Witz und Charme: „Es sind Komödien - etwa eine Komödie mit dem Namen ‚Zum Verwechseln ähnlich‘: Da freut sich eine Familie aus Afrika schon sehr, weil sie von der Adoptivagentur die Zusage haben, dass sie ein Adoptivkind bekommen. Als sie das Kind das erste Mal sehen, ist es weiß, aber sie verlieben sich sofort, und man versucht hier, diese Themen auf amüsante Art und Weise aufzuarbeiten.“

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 1.3.2018

Auch der Film „Ein Dorf sieht schwarz“ geht auf die Thematik der unterschiedlichen Hautfarben und Abstammungen ein: „Da geht es um einen Arzt mit schwarzer Hautfarbe, der die französische Staatsbürgerschaft haben möchte, und deshalb geht er als Landarzt in ein kleines konservatives Dorf, in dem nur Menschen mit weißer Hautfarbe wohnen“, so Hafner.

Für Frankreich-Liebhaber und Schüler

Das Cinéfête zog im Vorjahr in Graz 1.200 Besucher, darunter viele Schüler an, denn die Inhalte der Filme fließen dann auch in den Unterricht ein, sagt Gerald Hafner. „Es gibt vorgefertigte und ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien, die eins zu eins in den Unterricht übernommen werden können. Die Filme werden vor- und nachbereitet, und einige Themen fließen sogar in die mündliche Reifeprüfung ein.“

Das Cinéfête ist ein Gemeinschaftsprojekt der französischen Instiute in Wien und Graz, des Landesschulrates Steiermark und des KIZ Royal Kinos und mittlerweile alljährlicher Fixpunkt in der Grazer Kinoszene.

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