Wenn Drohnen zum Sportgerät werden

Filmaufnahmen aus der Luft, Paketzustellung oder Kampfmaschinen: Drohnen und Copter sind vielseitig einsetzbar. Auch als Sportgerät sind sie im Vormarsch - die Zahl der Wettbewerbe und Teilnehmer steigt.

Wenn Drohnen durch Tore gleiten oder an aufgestellten Fahnen vorbeifliegen, dann erinnert das an die Air-Race-Serie - mit einem entscheidenden Unterschied: Die Piloten sitzen nicht im Sportgerät, sondern steuern es aus der Ferne. Mit bis zu 170 km/h rasen die Multicopter durch den Parcours, Kameras übertragen ein Videobild auf spezielle Brillen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“,
6.5.2017

„Als würde man selber drinnen sitzen“

„Es finden in Österreich mittlerweile viele Rennen statt, es gibt bereits sieben Vereine, die fliegen. Das findet vor allem bei der Jugend immer mehr Anklang, ab 14 Jahren kann man mitmachen“, sagt Johann Sieber vom österreichischen Aeroclub.

„Es ist, als würde man selber im Copter drinnen sitzen und das Ding lenken. Der einzige Unterschied ist, dass man es zweidimensional sieht - wie auf einem Fernseher. Darum ist es am Anfang etwas schwierig, die Abstände und Höhen abzuschätzen“, erklärt Drohnen-Pilot Manfred Herneth.

Drohne Copter virtuell Brille Flug

ORF

Die Drohnen-Piloten sehen das Bild in ihren Brillen zweidimensional

Drohnen darf grundsätzlich jeder kaufen - ab einer Masse von 250 Gramm benötigt man für die private oder gewerbliche Nutzung aber eine Genehmigung von der Austro Control.

Drohnen im Katastropheneinsatz

Neben der Drohne als Sportgerät kann der Copter auch in der Landwirtschaft oder für Rettungsdienste eingesetzt werden, „zum Beispiel bei Erdrutschen oder Lawinenunglücken. Da werden Drohnen vorausgeschickt, weil man sagt, bevor sich ein Mensch in Gefahr begibt, indem er einen Hang begehen muss, schaut man sich das mit dem Copter an. Da kann oft sogar durch den Überblick mehr gesehen werden“, schildert Drohnen-Experte Michael Strümpl.

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