Drexler präzisiert Pläne für Steiermark-Schau

Der steirische Kulturlandesrat hat am Montag die Pläne für die sogenannte Steiermark-Schau präzisiert. Diese ist ab 2021 als Nachfolgeveranstaltung der „Steirischen Landesausstellungen“ und der späteren „Regionale“ geplant.

Mit dem Titel „Steiermark-Schau“ will man zum vielseitigen Schauen auffordern. Dieses bezieht sich sowohl auf das Schauen im Sinne eines prüfenden Blicks oder eines intuitiven Erfassens als auch auf Formate wie Ausstellungen oder Aufführungen. Im Zentrum der Steiermark-Schau steht das Werden und der Wandel der Steiermark.

„21ff“

„Es geht darum, mit diesem neuen Format der Steiermark-Schau, die Steiermark zu präsentieren, Inhalte und Ideen aus der Steiermark zu präsentieren und im Rhythmus von zwei Jahren ein kulturelles Highlight zu bieten“, so Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP). Vor dem Auftakt, der im März 2021 geplant ist, will man einen „Prolog“ aufsetzen, der auf das neue Ausstellungsformat einstimmen soll. Im Zentrum der Schau steht dann „Der Pavillon“, der innerhalb von sechs Monaten durch vier steirische Regionen „wandert“.

Die Schau soll „21ff“ heißen und damit eine Art kulturelle Standortbestimmung im Jahr 2021 bieten. Das kulturelle Highlight ist vom Universalmuseum Joanneum in drei Grazer Häusern geplant - der „Wanderpavillon“ soll die Schau neben den steirischen Orten auch nach Slowenien oder Oberitalien exportieren.

Landesrat Christopher Drexler im ausführlichen Interview mit Radio-Steiermark-Kulturredakteur Gernot Rath

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

„Man kann sich das so vorstellen, dass aus der Geschichte der Steiermark die Identität(en) in der heutigen Steiermark hergeleitet werden und wir werden am Ausstellungsort Kunsthaus ein wenig den Blick in die Zukunft wagen“, so Drexler zu den Inhalten.

Die „Steiermark Schau“ 2021 soll auch finanziell gut dotiert werden, um eine gute Breitenwirkung zu erzielen. „Insofern kann man durchaus von der Dimension von mehreren Millionen Euro sprechen, darüber denken wir zumindest nach“, so Drexler. Nach der Grobplanung sollen nun die inhaltlichen und kalkulatorischen Details folgen.

Kritik von FPÖ

Kritik kam bereits von FPÖ-Kultursprecher Gerhard Kurzmann: „Die bisher bekannten Eckpunkte sowie der Titel der ‚Steiermark-Schau‘ lassen befürchten, dass dieses Projekt den großen Landesausstellungen der Steiermark nicht gerecht werden kann. Es braucht weder eine Schau noch eine schwarze Show, sondern nur genügend Mut, sich auf bewährte Konzepte und Namen zu besinnen“, so Kurzmann, der unter anderem ein Sonderbudget fordert.

Auch der Termin liege den Freiheitlichen in zu weiter Ferne, wie in einer Stellungnahme betont wird: „Obwohl von ÖVP und SPÖ im Jahr 2015 in deren Regierungsprogramm die Abhaltung einer ‚Steiermark-Expo‘ in der aktuellen Legislaturperiode angekündigt worden war und Landesrat Drexler Anfang 2018 noch vollmundig von tragfähigen Konzepten sprach, soll nun doch erst 2021 und damit nach den Wahlen eine entsprechende Ausstellung durchgeführt werden.“

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