„Sofa 68“: Schau zu den Ideen von damals

In einer aktuellen Ausstellung des „ESC - Medien Kunst Labor“ begegnet man den Stimmen der 68er-Generation: Unter dem Titel „Sofa 68“ will die Schau die Ideen von damals ins Heute holen.

1968 sangen die Beatles für die Revolution. Die beiden Künstler Seppo Gründler und Rupert Lehofer spüren heute eine ähnliche Zeit der Wende - es brauche neue Theorien für unsere Gesellschaft, so Gründler: „Die Idee der Ausstellung war, sich damit zu beschäftigen, was bedeutet für uns heute 1968. Sind die Ideen, die Literatur, die Ästhetik noch gültig oder ist das reine Geschichte“, so Gründler.

"Sofa 68"

ESC

Rudi Dutschke als Schreibmaschine

In der Schau hört man wichtige Stimmen der 68er-Bewegung - im Original oder übertragen in synthetische Klänge. „Einerseits hört man den Rudi Dutschke, einen den berühmtesten Protagonisten, umgewandelt in das Klappen von Stühlen, das auch an Schreibmaschinen erinnert. Andererseits hört man einen Computer, der versucht, Musik aus den 68ern zu analysieren und mit einem modularen Synthesizer, der eigentlich auch rückgreift auf die Zeit, wieder in Töne umzuwandeln“, so Gründler.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 30.11.2018

Hörsäle und Wohnzimmerklischees

Wie erinnern wir uns heute an damals? Das kollektive Gedächtnis war rund um 1968 in Europa erstmals beeinflusst vom Massenmedium Nummer eins: „Das meiste, an das sich die Leute aus der Zeit einnern, haben sie aus dem Fernsehen und aus den Medien. Deshalb habe ich auch versucht, hier Situationen aufzubauen, die über mediale Bilder und Töne funktionieren. Man sieht Aufnahmen aus den Hörsälen und Wohnzimmerklischees aus den Katalogen“, so Gründler.

Mit Büchertisch

Das Private ist politisch; die Würde des Menschen ist antastbar, und ein Büchertisch lädt zudem ein, den Ideen von damals eine Stimme von heute zu geben - bis 17.Jänner in der Schau „Sofa68“ im ESC.

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