Doppelmord: Polizeipräsenz in Stiwoll reduziert

Noch immer gibt es keinen Anhaltspunkt, wo sich der mutmaßliche Doppelmörder von Stiwoll aufhalten könnte. Am Mittwoch wurde die Präsenz von uniformierten Polizisten zurückgefahren - Beamte sorgen in Zivil für Sicherheit.

Der Doppelmord von Stiwoll

Am Dienstag war noch mit einem großen Aufgebot in der Region nach dem Mann gesucht worden; unter anderem ging man einem Hinweis nach, der die Einsatzkräfte in das Freilichtmuseum Stübing führte - mehr dazu in Doppelmord: Suche im Freilichtmuseum beendet (7.11.2017).

Kein Grund zur Unsicherheit

Nun will man sich auch auf kriminaltaktisches Vorgehen konzentrieren, hieß es am Mittwoch seitens der Sonderkommission. Demnach wird die massive Präsenz bewaffneter Kräfte in Stiwoll und Umgebung reduziert. Für die örtliche Bevölkerung gebe es jedoch keinen Grund, sich unsicher zu fühlen: „Es sind nach wie vor Zivilkräfte vor Ort, aber nicht mehr in dem Umfang wie zuvor“, so Soko-Sprecher Jürgen Haas.

Die Schule, der Kindergarten oder auch das Gemeindeamt werden weiter beschützt: „Uns, der Polizei, ist wichtig, dass wir der Bevölkerung sagen: Auch wenn sie uns in Stiwoll nicht sehen, sind wir dort und wir werden dort unsere Fahndungstätigkeit natürlich weiter fortsetzen“, betont Haas weiter.

Im Ernstfall stehen seit Dienstagvormittag auch zwei Spezialfahrzeuge des Bundesheeres in der Grazer Gablenz-Kaserne samt Soldaten bereit. Fordert die Polizei die zwei gepanzerten und mit Wärmebild- und Tageslichtkameras ausgestatteten Fahrzeuge vom Typ Husar an, sind sie innerhalb von 15 bis 20 Minuten im Raum Stiwoll. Die Tageslichtkamera des „Light Multirole Vehicle“ (LMV) könnte bei der Suche bis zu 26-fach vergrößerte Bilder liefern.

Fahndungsfoto
Polizei
Die Polizei hofft auf die weitere Mitwirkung der Bevölkerung, um den gesuchten 66 Jahre alten Friedrich F. möglichst rasch zu finden

Ehefrau in ärztlicher Behandlung

Die Ehefrau des Tatverdächtigen wird laut Haas seit Sonntag - dem Tatzeitpunkt - immer wieder befragt: „Sie zeigt sich sehr kooperativ, sie befindet sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung.“

Einbruch weiterhin ungeklärt

Keine neuen Erkenntnisse gab es zu dem Einbruch in ein Objekt nahe Stiwoll am Samstagabend. Die Spurenauswertungen seien noch im Gange - mehr dazu in Stiwoll: Kindergarten und Schule wieder offen.

Der gesuchte Mann hatte am 29. Oktober mit einem Gewehr das Feuer auf seine Nachbarn eröffnet: Eine 55 Jahre alte Frau und ein 64-jähriger Mann starben, eine weitere Anrainerin wollte fliehen und wurde schwer verletzt, sie ist außer Lebensgefahr - mehr dazu in Zwei Menschen in Stiwoll erschossen.

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