Trick or Treat Halloween
Pixabay
Pixabay
Lifestyle

Halloween – Die Geister sind los!

Für die einen ist es ein unnötiger, aus Amerika importierter Trubel, die anderen feiern wilde Partys – seit einigen Jahren boomt auch bei uns das Geschäft rund um Geisterkostüme, ausgehöhlte Jack O’Lantern Kürbisse und Halloween-Süßigkeiten.

Der Halloween-Brauch stammt ursprünglich aus dem keltischen Raum: Am 31. Oktober verabschiedeten sich die Druiden nicht nur vom Sommer, sondern auch vom alten Jahr. Um sich vor den Totengeistern zu schützen, die sich nach keltischem Glauben in dieser Nacht unter die Lebenden mischen können, zogen die Druiden von Haus zu Haus und verlangten ein Opfer. Im Gegenzug hinterließen sie Rüben, aus denen sich dann die beleuchteten „Jack-O’-Lantern“-Kürbisse entwickelten.

Halloween ist die Kurzform der englischen Bezeichnung „All Hallows Eve“ zur Bezeichnung des Abends vor Allerheiligen

Fest mit langer Tradition

Später verkleideten sich vor allem die Iren mit Häuten und Fellen, um die bösen Geister zu täuschen und abzuschrecken. Im Zuge der Christianisierung wurde das heidnische Fest dann zum Feiertag Allerheiligen.

Im Jahr 837 verfügte Papst Gregor IV., dass an diesem Tag die Toten geehrt werden sollten. Bald danach begannen die Christen, am 2. November von Dorf zu Dorf zu wandern und sogenannte Seelenkuchen zu erbetteln, für deren Gabe sie der Toten im Gebet gedachten.

Die Geschichte des Jack O’Lantern

Mit den Einwanderern des 18. Jahrhunderts gelangte das Brauchtum schließlich in die USA. Hier wurde die Rübe durch den Kürbis ersetzt, in den ein Gesicht geritzt wurde.

Halloween-Kürbisse bei Nacht
Pixabay
Jack O’Lantern wurde dazu bestimmt, auf ewig mit einer Laterne herumzuziehen.

Dazu bildete sich der Volksglaube von Jack O: Das soll ein besonders bösartiger Mensch gewesen sein, der so habgierig und geizig gewesen sein soll, dass ihm sogar in der Hölle der Zutritt verwehrt wurde, und er wurde dazu verdammt, mit einem kleinen Licht in der Zwischenwelt umherzuwandern.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 31.10.2019

„Trick or Treat“

Mit der Zeit nahm das Fest seine jetzige Form an: ein Fest, bei dem sehr viele heidnische Bräuche zum Zug kommen. Die Amerikaner dekorieren schon Wochen vor dem 31. Oktober ihre Fenster mit Silhouetten von Hexen oder Skeletten; am Halloween-Abend selbst ziehen dann Kinder in möglichst schauerlichen Verkleidungen durch die Straßen und bitten um Süßigkeiten.

Hexe auf Besen mit Katze
Pixabay

Der typische Spruch dabei lautet „Trick or Treat“ (Süßes oder Saures). Den Kindern werden die unterschiedlichsten Süßigkeiten zugesteckt – andernfalls wird den Hausbesitzern ein Streich gespielt.

Spaß und Geschäftemacherei

Dass das Fest mit dem beginnenden 21. Jahrhundert wieder nach Europa kam, dürfte vor allem mit der Rezeption US-amerikanischer Fernsehserien zu tun haben: Es ist eine Möglichkeit, Spaß zu haben und natürlich auch, um ein Geschäft zu machen. In allen Geschäften gibt es mittlerweile die typischen Halloween-Artikel – von Masken und Kostümen, über Schminke bis zu Süßigkeiten und Taschen zum Einsammeln dieser Süßigkeiten, landauf, landab gibt es Partys in Lokalen, Kinos und selbst in Museen.

Do It Yourself-Halloweenverkleidung

Gerade wenn es um die passende Halloweenverkleidung geht, muss es nicht immer gleich ein eigenes Kostüm sein, denn auch mit ein bisschen Schminke kann man das eigene Gesicht schon gruselerregend herrichten. Beliebt ist etwa der sogenannte „Sugar Skull“: Dabei geht es um einen bunt bemalten Schädel aus Zucker oder Ton, der zur mexikanischen Feier der Toten und des römisch-katholischen Feiertags Allerseelen verwendet wird und der für Halloween oft nachgestellt wird.

Halloweenschminke Sugar Skill
Pixabay
Nachmachen kann man den sogenannten „Sugar Skull“ ganz einfach mit passenden Schinkfarben

Zu den Dauerbrennern in Sachen Halloweenschminke gehören zudem die furchteinflößende Puppe aus dem Film „Saw“ und die Verkleidung als Zombie, für die es bereits eigene Wundaufkleber aus Materialien wie Latex gibt – dazu schwarze Kleidung, und fertig ist das Do It Yourself-Kostüm.

Und für diejenigen, die nichts auslassen möchten oder vielleicht auch eine eigene Halloweenparty planen, gibt es natürlich auch jede Menge Spezialrezepte für besonders gruselig oder ekelig aussehende Speisen und Getränke, die bei diesen Partys serviert werden können.