Schild „Wahllokal“
Pixabay / Gerd Altmann
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Politik

Gemeinderatswahlen: Welche Listen treten an?

Am 22. März wählen die Gemeinden in der Steiermark ihre Gemeinderäte. Am Freitag war Abgabeschluss für die Wahlvorschläge in den Gemeinden. Die drei kleineren steirischen Landtagsparteien KPÖ, Grüne und NEOS haben ihre Kandidaturen und teils auch Wahlziele bereits festgelegt.

Sowohl die KPÖ als auch NEOS und die Grünen haben bei der Zahl der Kandidaten und der Ortslisten zugelegt. Die KPÖ geht in 37 der 285 Kommunen in die Gemeinderatswahlen, die Grünen in 102 und NEOS in 30. Die Grünen überraschen dabei, überschreitet man doch zum ersten Mal die 100er-Marke. Unter anderem werden die Grünen in allen Bezirkshauptstädten antreten.

Vorschläge wurden abgegeben, Details in einer Woche

In der Landeswahlbehörde arbeitet man an den Vorbereitungen für die Gemeindratswahl. „Diese Wahlvorschläge sind Urkunden, wo der Name der Partei, die Bewerber, die für die Partei antreten und Unterstützer auch genannt sind. Das heißt, es ist ein sehr spannender Tag, weil wir heute schon eine Ahnung haben werden, in wievielen Gemeinden welche Parteien mit welchen Personen antreten werden,“ sagt Manfred Kindermann von der Landeswahlbehörde.

Ganz genau feststehen wird das erst in einer Woche, weil inzwischen die Gemeinde und die Gemeindewahlbehörde die Wahlvorschläge prüft und auch bei Streitfällen entscheiden muss. Etwa bei Namensgleichheiten von Parteibezeichnungen. Oft gebe es auch Probleme mit der Reihung der Parteien.

Individuelle Note bei Listen erkennbar

Nach Abschluss dieser Prüfungen steht dann endgültig fest, wer wo antritt und wie die Listen gereiht sind. Für den Wahlexperten wird diesmal ein Trend zur Individualität deutlich. Listen werden auf Persönlichkeiten zugeschnitten. Bestimmte Personen würden sich duch Zusätze in den Parteibezeichnungen den Parteien zuordnen. Eines ist aber jetzt schon klar: Bei der Gemeinderatswahl am 22. März werden etwa 4.000 Menschen mehr wahlberechtigt sein als vor fünf Jahren. In Summe etwa 804.000. Außerdem steige auch der Anteil der EU Bürger. Waren es 2015 noch 30.000 sind es nun 41.000 EU Bürger, die wahlberechtigt sind.

Grüne treten in mehr als 100 Gemeinden an

Die Grünen werden in 102 Kommunen antreten, damit überschreiten sie zum ersten Mal die 100er Marke. Unter anderem werden die Grünen in allen Bezirkshauptstädten antreten. Die jüngste grüne Spitzenkandidatin ist die 18-jährige Schülerin Anna Moser im obersteirischen Pöls-Oberkurzheim. Die größte Grüne Liste gibt es im Bezirk Graz-Umgebung, in Gratwein-Straßengel stehen 58 Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste.

Auch NEOS und Grüne in deutlich mehr Gemeinden

Die KPÖ steht in 37 Gemeinden mit 165 Kandidaten auf dem Stimmzettel und ist somit nach eigenen Angaben für rund 250.000 Steirer wählbar. Wahlziel ist das Halten der 38 Mandate in 18 steirischen Gemeinden sowie der vier Stadtratssitze. 2015 kandidierte die KPÖ in 29 Gemeinden.

NEOS Steiermark treten am 22. März in 30 Gemeinden an, wie die frisch gebackene Landtagspartei am Freitag mitteilte. Darunter sind größere Städte wie Deutschlandsberg, Köflach, Voitsberg, Fohnsdorf, Zeltweg, Kapfenberg, Leibnitz, Bruck/Mur und Leoben, aber auch Orte im Grazer Speckgürtel wie Seiersberg-Pirka oder Raaba-Grambach und Hart bei Graz. In der Stahlstadt Kapfenberg tritt ein ÖVP-Stadtrat für die Pinken an.